Über das Institut

Das Institut Christus Köenig und Hoherpriester ist eine Gesellschaft apostolischen Lebens päpstlichen Rechts, dessen Ziel die Ehre Gottes und die Heiligung der Priester im Dienst der Kirche und der Seelen ist. Seine spezifische Ausrichtung ist die Mission, als Ausbreitung und Verteidigung der Herrschaft unseres Herrn Jesus Christus in allen Bereichen des menschlichen Lebens. Unsere Arbeit steht unter dem Patronat der Unbefleckten Empfängnis, der das Institut geweiht ist.

Seine Heiligkeit mit unserem Gründer Msgr. Gilles WachSeine Heiligkeit mit unserem
Gründer Msgr. Gilles Wach

Das Institut wurde 1990 von Monsignore Gilles Wach und Kanonikus Philippe Mora in Gabun in Afrika gegründet, wo wir noch immer eine Mission haben. Heute befindet sich das Mutterhaus und internationale Seminar des Institutes in Gricigliano, in der Erzdiözese von Florenz in Italien.

Die Erkenntnis der Bedeutung einer tiefen Harmonie von Glaube, Liturgie, Leben und der Macht der Schönheit, die menschlichen Sinne zu den Dingen über uns hinzuziehen, ist ein wesentlicher Bestandteil der Ausstrahlung des Instituts. Der Gebrauch der traditionellen Lateinischen Liturgie von 1962 für das Heilige Messopfer und die anderen Sakramente, große Sorgfalt um eine würdige Liturgie, vollständige Treue gegenüber der Lehre der Kirche und dem Heiligen Vater, das Bewußtsein der zentralen Rolle der Gnade, besonders der Nächstenliebe – all das sind grundsätzliche Elemente der Spiritualität des Institutes. Diese lehnt sich an die Lehre seiner drei Co-Patrone, des hl. Benedikt, des hl. Thomas von Aquin und des hl. Franz von Sales an. Unser Motto, ein Wort des hl. Paulus, ist: „Die Wahrheit in der Liebe tun.“ Das Institut wirkt in mehr als 60 Orten in zwölf Ländern. Dort dienen unsere Priester den Seelen auf verschiedene Art und Weise. Das Institut hat auch Oblaten, die Kleriker sind und unseren Priestern in ihrer apostolischen Arbeit beistehen. 2004 wurde auch eine religiöse Schwesterngemeinschaft kanonisch errichtet. Die Schwestern helfen den Priestern in ihrer Mission durch Gebet und apostolische Arbeit.

Die Geschichte eines jungen Institutes

Feierliches Amt im traditionellen römischen RitusFeierliches Amt im
traditionellen römischen Ritus

Das Institut Christus Köenig ist, nach kirchlichen Maßstäben, eine sehr junge Gründung. Unser Gründer Msgr. Dr. Gilles Wach, errichtete das Institut kanonisch am 1. September 1990, mit der entscheidenden Unterstützung des Mitbegründers Kanonikus Dr. Philippe Mora. Der junge, französische Abbé Gilles Wach hatte ursprünglich nie auch nur daran gedacht, eine eigene Gründung vorzunehmen, aber während der 1980er Jahre, als er für Kardinal Silvio Oddi in Rom und mit einer geistlichen Priestervereinigung in Frankreich zusammenarbeitete, kamen immer mehr junge Männer auf ihn zu, die eine traditionelle, katholische Ausbildung zum Priestertum wünschten. Schließlich entschied er sich, einen Versuch zu wagen, diese jungen Männer zusammenzubringen und ihnen in ihrer Ausbildung beizustehen. Mehrere römische Kardinäle drängten ihn jedoch, sich für die Gründung einer religiösen Gemeinschaft zu entscheiden. So nahm die Idee des Instituts bereits 1988 Gestalt an.

Von Afrika nach Italien

In diesem Moment half die Göttliche Vorsehung, einen Bischof zu finden, der bereit war, diesem mutigen Unternehmen eine kanonische Grundlage zu verschaffen. Zu dieser Zeit war die Lage in Frankreich zu angespannt, um die Idee des Instituts im Heimatland unseres Gründers zu realisieren. Doch Gott ist sehr einfallsreich: Er brachte uns schließlich in Kontakt mit dem damaligen Bischof Obamba von Mouila in Gabun. Dieser lud die junge Gemeinschaft ein, ihm in seiner Diözese bei der Mission zu helfen und gab ihr die nötige kanonische Errichtung. Zur gleichen Zeit ernannte er unseren Gründer zu seinem Generalvikar, was offiziell den Titel eines Monsignore mit sich bringt. Mit der Hilfe des deutschen Augustinus Kardinal Mayer OSB, einem Mitglied der Römischen Kurie, gelang es Msgr. Wach bald darauf, ein geeignetes Anwesen für das Seminar und Mutterhaus der schnell wachsenden Gemeinschaft zu finden. Die Benediktiner von Fontgombault in Frankreich, die in jener Zeit ein Kloster in dem Staat Oklahoma in den Vereinigten Staaten gründeten, hatten beschlossen, ein Priorat, das sie in Gricigliano, einer alten Sommervilla der Grafen Martelli nahe Florenz in der Toskana, unterhielten, zu schließen. Durch die Verfügungen der letzten  Gräfinnen hinsichtlich dieses Besitzes, mussten sie jemanden finden, der das Gebäude übernehmen und dabei die Feier der traditionellen Messe an diesem Ort garantieren konnte. Wir waren sehr glücklich, dieses großzügige Angebot annehmen zu können, besonders weil Erzbischof Silvio Kardinal Piovanelli sofort bereit war, unserem Mutterhaus und Seminar in seiner Diözese die kanonische Errichtung zu verleihen.

Providentielles Wachstum

Eine Prozession unserer Priester, Seminaristen und SchwesternEine Prozession unserer Priester,
Seminaristen und Schwestern

Von diesem Tag an ist die Geschichte des Institutes die Geschichte ständigen Wachstums und zunehmenden apostolischen Einsatzes rund um die Welt. Bald schon konnten Apostolate in Frankreich, Spanien, den Vereinigten Staaten, Südamerika, Belgien, der Schweiz, Österreich und Deutschland eröffnet werden. Immer mehr Seminaristen schlossen sich dem Institut an, um eine traditionelle katholische Ausbildung zum Priestertum zu erhalten. Im Geist des hl. Franz von Sales, der sich in dem Motto des Instituts Veritatem facientes in caritate („die Wahrheit in der Liebe tun“) ausdrückt, bildet das Institut unter der Leitung von Msgr. Gilles Wach eine Familie von Priestern und nicht-priesterlichen Mitgliedern, die auf die würdige Zelebration der heiligen Geheimnisse, die Verkündigung der ganzen katholischen Wahrheit und einen echt katholischen Lebensstil ausgerichtet ist. Gnade, Wahrheit, Liebe und Kultur sind typische Elemente des „Familienlebens“ in den Institutshäusern. Wir sind immer glücklich, wenn wir hören, dass die Gläubigen bei Besuchen in unseren Apostolaten und Prioraten, durch die dem Institut eigene Spiritualität überall die gleiche Atmosphäre empfinden.

Der Geist

Unser Kopatron, der hl. Franz von SalesEiner unserer Patrone:
der hl. Franz von Sales

„Koche die Wahrheit in der Liebe, bis sie süß schmeckt“ – dieses berühmte Zitat des hl. Franz von Sales haben wir zum Prinzip unserer apostolischen Arbeit gemacht. Fruchtlose Diskussionen oder, was schlimmer ist, lieblose Polemik helfen nie, Seelen zum Herrn zu führen. In gleicher Weise sagte der hl. Franz von Sales: „Ein Tropfen Honig zieht mehr Bienen an, als ein ganzes Fass Essig.“ Die offenbarte Wahrheit unseres heiligen katholischen Glaubens ist aufgrund ihrer Tiefe, Strahlkraft und Logik in sich selbst anziehend. Wo immer sie in die schönen Gewänder der Nächstenliebe gekleidet erscheint, wird sie leichter annehmbar für jene, die vielleicht sonst die unvermeidbaren Konsequenzen auf unser Leben sowie die Schärfe, mit der sie durch unsere Schwächen und unsere Ausflüchte schneidet, fürchten. Die berühmte religiöse Dichterin Gertrud von Le Fort schrieb von der Kirche und der offenbarten Wahrheit: „Ich bin in deinen Glauben wie in ein offenes Schwert gefallen, und du hast alle meine Anker durchschnitten.“ Wie viel leichter kann eine Seele die Größe und Majestät des Göttlichen Glaubens annehmen, wenn dieser mit der barmherzigen Liebe und geduldigen Sanftmut, die unser Herr selbst ständig gegenüber seinen Kindern zeigt, weitergegeben wird.

Das ist der Grund, warum sich die Mitglieder des Institutes Christus Köenig und Hoherpriester darum bemühen, dem Beispiel des hl. Franz von Sales zu folgen, der gleichzeitig einer der gebildetsten Theologen seiner Zeit und „Doktor der Liebe“ war. Sicherlich ist unser Versuch, die Wahrheit in der Nächstenliebe zu lehren und auch in unseren Gemeinschaften ein Leben entsprechend dem großen Gebot der Liebe zu leben, ein Ziel, das nur durch einen täglichen Kampf gegen die eigenen Fehler und beständige Mitarbeit mit den Geschenken der Gnade erreicht werden kann. Nächstenliebe kann tägliche Abtötung nicht ersetzen. Im Gegenteil, wer voll von Liebe gegenüber dem Herrn und seinem Nächsten sein möchte, muss seinem Eigenwillen ununterbrochen absterben. Gerade deswegen wurde der hl. Franz von Sales, der große Lehrer über die göttliche Liebe und die apostolische Liebe, zu Recht der Heilige genannt, der sich am meisten abtötete.

„Das gut sein, was wir sind“

Msgr. Schmitz bei seiner Priesterweihedurch den damaligen Kardinal RatzingerMsgr. Schmitz bei seiner
Priesterweihe durch den
damaligen Kardinal Ratzinger
Msgr. Wach bei seiner Priesterweihe durch Papst Johannes Paul II.Msgr. Wach bei seiner
Priesterweihe durch
Papst Johannes Paul II

Häuser in zwölf Ländern, 60 Priester und mehr als 80 Seminaristen in 22 Jahren genügen vielleicht als Beweis, dass das Institut in der Kirche auf dem richtigen Weg ist. Jedoch ist es nicht unsere Absicht, schnell zu wachsen und schwammig zu werden, d.h. groß und schwach. Vielmehr möchten wir unser Institut durch eine sorgfältige Auswahl möglicher Kandidaten festigen, ebenso wie, gemäß unserer eigenen Spiritualität, durch eine ständig zunehmende Betonung eines soliden Gemeinschaftslebens. Wir pressen unsere Kandidaten nicht in eine Form oder in eine gewisse typische Gleichförmigkeit des Sinnens und Trachtens, sondern wir folgen auch hier dem hl. Franz von Sales. Der heilige Doktor lehrt uns, „das gut zu sein, was wir sind“, was heißt, dass jeder durch die Mitarbeit mit der Gnade Gottes seine eigenen, verschiedenartigen Talente und Gaben gemäß dem Willen des Herrn entwickeln und dabei solche Charakterzüge, die den göttlichen Lehren entgegengesetzt sind, ablegen muss. Das ist aber ein lebenslanger, ständiger Kampf. Dafür sind uns jedoch geeignete Instrumente gegeben, die uns die Kraft geben, in diesem Kampf nie kapitulieren zu müssen: eine brüderliche Gemeinschaft, die Teilnahme an den Geheimnissen der Liturgie, das beständige Studium der wunderbaren Tradition der Kirche, wie sie in der Schrift und im Lehramt aufscheint. So können wir jeden Tag mit neuer Freude und Zuversicht voranschreiten.

Unser Leitbild

Die Mission des Instituts Christus Köenig und Hoherpriester ist es, das Reich Christi in alle Bereiche des menschlichen Lebens hinein auszubreiten. Dabei schöpft es aus dem tausendjährigen Schatz der Römisch-Katholischen Kirche, besonders aus ihrer liturgischen Tradition, der ungebrochenen Linie des geistlichen Denkens und der praktischen Übung ihrer Heiligen sowie aus ihrem kulturellen Erbe, der Musik, Kunst und Architektur. Dies erreicht das Institut vor allem durch eine solide und gut fundierte Ausbildung seiner Priester, die in der katholischen Tradition wurzelt und im internationalen Seminar in der Erzdiözese Florenz gegeben wird. Im Bewußtsein der Notwendigkeit ihrer eigenen Heiligung, bemühen sich unsere Priester darum, durch ihre apostolische Arbeit in den ihnen anvertrauten Kirchen, Schulen, Missionen in Afrika, bei Einkehrtagen, Katechismusunterricht und geistlicher Führung, Instrumente der Gnade Gottes zu sein. Das Institut Christus Köenig wirkt unter der Schutzherrschaft der Unbefleckten Empfängnis, der es geweiht ist.