Die Anbetungsschwestern des königlichen Herzens Jesu

Postulantinnen legen ihre Gelübde ab Postulantinnen legen ihre Gelübde ab

Um die Arbeit des Instituts Christus König zu unterstützen, hat die Göttliche Vorsehung die Gründung einer Gemeinschaft von kontemplativen Ordensfrauen bewirkt, die sich der Wiedergutmachung und der Anbetung des königlichen Herzens Jesu Christi des Hohenpriesters hingeben. Die Schwestern führen ein nicht-klausuriertes, kontemplatives Leben und widmen ihre täglichen Gebete und Opfer besonders den Priestern des Instituts und den Seelen, die ihnen anvertraut wurden.

Im Juni 2004 kleidete der Erzbischof von Florenz, Ennio Kardinal Antonelli, die ersten drei Schwestern ein. Im Frühjahr 2009 zählte ihre Gemeinschaft  schon 13 Schwestern und eine Postulantin, zu Beginn des Jahres 2013 gehören bereits 25 Schwestern dem weiblichen Zweig des Institutes an.

Spiritualität

Die SchwesternDie Schwestern

Wie die Priester und Oblaten des Instituts haben die Anbetungsschwestern des königlichen Herzens drei Mitpatrone als Leitbilder ihrer Spiritualität: den hl. Franz von Sales, den hl. Benedikt und den hl. Thomas von Aquin. Aus der Lehre von der göttlichen Liebe des hl. Franz von Sales empfangen die Schwester das Muster für ihre Berufung: das beständige Bemühen, in der Liebe zu wachsen, die immer in der Wahrheit gegründet sein sollte.

Der benediktinische Aspekt ihres Charismas spiegelt sich in ihrem täglichen Leben in der zentralen Rolle der Liturgie der Kirche wider. Die heilige Messe und das heilige Offizium, gefeiert in der klassischen Römischen Form, prägen den Rhythmus eines jeden Tages. Bei dem hl. Thomas von Aquin finden die Schwestern Klarheit und Struktur des Denkens, was für ihre Ausbildung und ein immer tieferes Verständnis der Geheimnisse unseres katholischen Glaubens notwendig ist. Schließlich versuchen sie durch ihre Hauptpatronin, die allerseligste Jungfrau Maria unter dem Titel der Unbefleckten Empfängnis, ihr Leben und ihr ganzes Sein immer mehr in das königliche Herz ihres göttlichen Sohnes umformen zu lassen – entsprechend ihrem Motto „In Corde Regis“ (durch das Herz des Königs).

Der Tag der Schwestern ist um das Gebet zentriert – die heilige Messe, das heilige Offizium in der traditionellen lateinischen Form, eine Stunde inneren Gebetes und eine Stunde Eucharistischer Anbetung am Abend, den Rosenkranz etc. Dieses reiche Gebetsleben wird von Abschnitten manueller Tätigkeit und intellektueller Unterweisung unterbrochen. Dies schließt den Unterricht im Gregorianischen Choral, Latein, Spiritualität, Philosophie and Theologie mit ein, ebenso wie das Erlernen von handwerklichen Fähigkeiten, wie das Nähen, die Herstellung von Spitzen und die Pflege liturgischer Gewänder und Altartücher.

Außerhalb des KonventsAußerhalb des Konvents

Eine leuchtende Zukunft

So wie die Kommunität auch der Schwestern wächst, ist es absehbar, dass bei den Apostolaten des Instituts Christus König Gründungen vorgenommen werden, in denen die Schwestern die apostolische Arbeit unserer Priester unterstützen werden. Auch eine Gründung der Schwestern in den Vereinigten Staaten ist vorgesehen.

Noch vor nicht langer Zeit wurde den Schwestern ein Gebäude zur Verfügung gestellt, dass ihnen mittlerweile als Konvent dient, auch wenn immer noch viele Restaurierungsarbeiten von Nöten sind. Die Schwestern sind sich aber sicher, dass sie mit Gebet und der großzügigen Hilfe von Wohltätern die Bedeutung ihrer Arbeit werden verwirklichen können.

Berufungen

Für Anfragen hinsichtlich einer Berufung zur Schwester, wenden Sie sich bitte an:

Anbetungsschwestern vom Königlichen Herzen Jesu Christi des Hohepriesters

Maison du Coeur Royal
Via di Gricigliano, 45
I-50065 Sieci (FI)
Italien

Email: adoratrices [at] icrsp.org
Tel.: 0039-55-0131266

Schreiben der Schwestern

Ein Schreiben der Schwestern, das in eigenen Worten ihren Lebensstil beschreibt:

Wir, die Anbetungsschwestern vom königlichen Herzen Jesu Christi des Hohenpriesters, sind Töchter des hl. Franz von Sales, des Doktors der göttlichen Liebe. Durch die Übung verborgener Tugenden versuchen wir in seiner Schule zu lernen, Gott im Geist und in der Wahrheit zu lieben und anzubeten, als Antwort auf die unendliche und barmherzige Liebe, die aus dem durchbohrten Herzen des Hohenpriesters strömt. Diesem Herzen sind wir geweiht – so wie es unser Motto ‚In Corde Regis’ (Durch das Herz des Königs) ausdrückt -, damit wir Gott die Ehre erweisen und besonders für die Priester des Instituts und die ihnen anvertrauten Seelen fürbittend eintreten können.

Unsere Spiritualität ist, gemäß dem Geist des Instituts Christus König, sowohl salesianisch als auch benediktinisch. Der Kern unserer Spiritualität gründet auf der Anbetung Gottes, Ihm, dem die höchste Anbetung gebührt. Im Herzen des kirchlichen Lebens, und schließlich auch im Institut, gibt es eine große Liebe zu der heiligen Liturgie, wie es unser heiliger Patron der hl. Benedikt lehrt. Durch die heilige Liturgie werden wir zu dem allerheiligsten Herzen Jesu geführt, das „das offene Fenster zu der Gottheit“ ist (Hl. Franz von Sales). Es ist die Heilige Liturgie, die als Hauptquelle unserer Spiritualität den Rhythmus unseres Alltags in der Kommunität bestimmt.

Die Gründungsschwestern empfangen 2004 ihren HabitDie Gründungsschwestern empfangen 2004 ihren Habit

Seit den ersten Jahren unserer Gründung führen wir in einem Haus, das Unserer Lieben Frau von der guten Befreiung gewidmet ist und von dem aus man einen herrlichen Blick über das gesamte Tal des Gebietes um Sieci hat, im Wesentlichen ein nicht-klausuriertes, kontemplatives Leben. Jeden Morgen kommt ein Priester aus dem Seminar zur heiligen Messe in unsere Kapelle, und jeden Abend für die Anbetung des Allerheiligsten Sakramentes. Während des Tages hält uns das persönliche Gebet und das Chorgebet gleichermaßen beständig vor Gott in der Anbetung.

Indem wir auf den Grundlagen aufbauen, die uns die Lehren unseres dritten Patrons, des hl. Thomas von Aquin, vermitteln, ziehen wir auch großen Nutzen aus der Zeit, die dem Studium und der intellektuellen Ausbildung gewidmet ist. Durch dieses Leben der Anbetung im Herzen der Kirche – eines Lebens des Gebets, des Studiums und handwerklicher Betätigung – sind wir ausgerüstet, in apostolischer Weise ein Leben an der Seite der Priester des Institutes zu führen. In welcher Art dies jeweils geschehen soll wird uns die Vorsehung zur rechten Zeit offenbaren.

Wie im ganzen Institut ist die Allerseligste Jungfrau und Gottesmutter unter dem Titel der Unbefleckten Empfängnis auch unsere Hauptpatronin. Ihr Herz leitet uns auf dem leuchtenden Weg, der zu dem königlichen Herzen ihres göttlichen Sohnes führt, in das wir uns sehnen, umgestaltet zu werden.