Brand unserer Kirche in Chicago

Brand unseres Christkönigheiligtums in Chicago am 7. Oktober 2015

Am Rosenkranzfest ist unsere Kirche in Chicago niedergebrannt. Gott sei Dank wurde niemand verletzt und die umliegenden Wohngebäude blieben durch rechtzeitiges Eingreifen der Feuerwehr vor dem Brand bewahrt.

Die Zulassungen Gottes sind oft für uns nicht unmittelbar begreifbar, aber vertrauen wir, daß auch aus dieser Situation etwas Gutes erwachsen wird. Dass Gott alles in der Hand hat, zeigte sich v.a. durch die Bewahrung des Tabernakels und die des Jesuskindes, nach dem unser Christkönigheiligtum in Chicago benannt ist. Das Christkönigskind blieb wunderbarerweise vor dem Brand verschont und weist nur einige Wasserschäden auf. Nach den stundenlangen Löscharbeiten, die den Einsatz von 150 Feuerwehrmännern erforderten, rettete es ein Feuerwehrmann aus der zerstörten Kirche und legte es dem dortigen Oberen, Kanonikus Mathew Talarico, in die Arme. Dieser sagte sichtlich bewegt und voll Glauben in einer Situation, in der jahrelange Anstrengungen von jetzt auf gleich zunichte gemacht worden waren: „Auch wenn die ganze Welt rundherum zusammenbricht – das Jesuskind steht immer noch aufrecht.“

Beten wir in diesen schweren Tagen ganz besonders für die Kanoniker, Diakone und Oblaten des Instituts in Chicago.
Wenn Sie dabei mithelfen wollen, das zerstörte Heiligtum wieder aufzubauen, besuchen Sie bitte die amerikanische Website unseres Instituts unter www.institute-christ-king.org oder klicken hier.

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Generalkapitel 2015

Das diesjährige Generalkapitel, fand in unserem Mutterhaus in Gricigliano wieder in der letzten Augustwoche statt. Diese Tage sind immer eine besondere Freude und innere Stärkung für unsere Priester, die aus der ganzen Welt anreisen und als Glieder einer geistlichen Familie gleichsam nach Hause gekommen sind. Das mitbrüderliche Beisammensein und der geistige Austausch neben dem offiziellen Tagesprogramm ein wesentlicher Aspekt. Dieses bestand v.a. aus der Liturgie – an einem Tag feierte S. Exz. Msgr. Giuseppe Sciacca, Kurienbischof in Rom, ein Pontifikalamt –, dem gemeinsamen Gebet des Offiziums und den Vorträgen zur Vertiefung der Spiritualität des Instituts. Am letzten Tag des Kapitels zogen die Priester in Prozession zum Haus der Anbetungsschwestern, um dort die Weihe an das Heiligste Herz Jesu zu erneuern und auch eine Herzreliquie des hl. Franz von Sales zu verehren.

Mit Gnaden bereichert kehrten die Priester wieder in ihre Apostolate zurück oder wurden von unserem Generalprior in neue Apostolate entsendet. Die Neupriester aber begannen mit Ende des Kapitels ihre neue Aufgabe.

Lesen Sie auch die Predigt S. Exz. R. Msgr. Sciaccas (im italienischen Original) über das kanoniale Leben der Priester des Instituts.

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Neueintritte im Seminar St. Philipp Neri

Neueintritte im Seminar St. Philipp Neri in Gricigliano

Im September hat in unserem Seminar in Gricigliano wieder das neue Studienjahr begonnen. Die Anzahl der Kandidaten, die sich entschlossen haben, in unserem Institut den Weg auf das Priesteramt hin einzuschlagen, ist auch dieses Jahr erfreulich groß.
Möge Gott sie mit allen Gnaden segnen, dieses hohe Ziel beharrlich zu verfolgen.

Photos der Exerzitien der neuen Seminaristen bei unseren Schwestern in der Schweiz:

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Fest des Prager Jesuleins

Das Fest des Prager Jesuleins, das am 4. Sonntag nach Ostern begangen wird, feierten wir mit einer kleinen Andacht vor dem sonntäglichen Hochamt in Bad Reichenhall. Das Jesuskind wird in vielen unserer Häuser und v.a. auch in unserer Niederlassung in Bayerisch Gmain besonders verehrt.

Auf einer Inschrift über einem Schrein eines Prager Jesuskinds in Rom kann man lesen:
 „PIU VOI MI ONORERETE, PIU IO VI FAVORIRO. – Je mehr ihr mich ehrt, desto mehr werde ich euch Gunst erweisen.“
So beteten wir zur Vorbereitung auf dieses schöne Fest das berühmte Gebet von P. Cyrill, OCD:

O Jesulein, zu Dir fliehe ich,
Durch Deine Mutter bitt‘ ich Dich,
Aus dieser Not woll’st retten mich;
Denn wahrhaft glaube ich an Dich,
Dass Du, o Gott, kannst schützen mich.
Vertrauend hoffe ich auf Dich,
Dass Deine Gnad‘ werd‘ finden ich.
Aus ganzem Herzen lieb‘ ich Dich,
Drum meine Sünden reuen mich,
Von denen, flehend bitt‘ ich Dich,
O Jesus, woll’st befreien mich.
Mein Vorsatz ist, zu bessern mich,
Und nicht mehr zu betrüben Dich.
Darum Dir ganz ergeb‘ ich mich,
Zu leiden mit Geduld für Dich
Und Dir zu dienen ewiglich.
Den Nächsten aber gleich wie mich,
Will wegen Deiner lieben ich.
O Jesulein, ich bitte Dich,
Aus dieser Not woll’st retten mich;
Dass einstens kann genießen ich
Mit Joseph und Maria Dich
Und allen Engeln ewiglich. Amen.

Kloster Maria Engelport

Maria Engelport hat Zukunft

Die junge Schwesterngemeinschaft wird die ehrwürdige Gebetsstätte Maria Engelport in die Zukunft führen. Dabei werden die Schwestern vom Institut Christus König und Hohepriester unterstützt, das den Hausgeistlichen stellt. Die Wallfahrten zu Unserer Lieben Frau von Engelport und zur Heiligen Anna, die seit dem Mittelalter in Engelport bestehen, werden so auch im 21. Jahrhundert lebendig bleiben und den Menschen Kraft geben können.

Die tägliche hl. Messe, die Anbetung, das Chorgebet und alle anderen liturgischen Feierlichkeiten stehen Einheimischen und Pilgern offen. Alle sind herzlich eingeladen, in der schönen Klosterkirche Frieden und Stärkung zu finden, denn die Klosterkirche und die Gnadenaltäre sind allen zugänglich. Die Schwestern nehmen persönliche Gebetsanliegen gerne entgegen und tragen diese stellvertretend vor den Herrn.

Gebet und Arbeit

Die Anbetungsschwestern des Königlichen Herzens Jesu haben eine besondere Verehrung für das Heiligste Herz Jesu. Christus ist der König und Mittelpunkt ihres Lebens. Sie wollen in Seiner wirklichen Gegenwart leben. Die heilige Messe in der außerordentlichen Form des Römischen Ritus, das lateinisch gesungene Chorgebet und die Anbetung des Allerheiligsten sind die Eckpfeiler ihres Tages.

Gebet führt zu tätiger Nächstenliebe. Die Schwestern vereinen die Berufung der biblischen Jüngerinnen Maria und Martha in Gebet und Arbeit. Die Menschen sind das Ziel ihres Gebets und ihrer Mühe. Die Haus- und Gartenarbeit im großen Kloster, liturgische Handarbeiten, der Klosterladen, ihre Jugendarbeit und – nach einer notwendigen Zeit des Einlebens – viele andere Projekte für die Zukunft machen das Leben der Schwestern zum Dienst am Nächsten, an Alt und Jung.

Mit Christus für die Menschen

Der hl. Kirchenlehrer Franz von Sales und die hl. Franziska von Chantal gehören zu ihren besonderen Schutzpatronen. Beide haben ganz für andere gelebt. Der hl. Franz von Sales hat einmal gesagt: „Man muss die Wahrheit in der Liebe kochen, bis sie süß schmeckt.“ Die hl. Frau von Chantal war ein sichtbares Zeichen tätiger Nächstenliebe.
Beide haben unermüdlich für die Menschen ihrer Zeit gewirkt, der heilige Franz als Bischof von Genf und die hl. Franziska zunächst als Ehefrau, nach ihrer Witwenschaft als Mutter ihrer jungen geistlichen Gemeinschaft. Ihr Beispiel hilft den Anbetungsschwestern des Königlichen Herzens für die Menschen von heute da zu sein. Aus der Fülle des Glaubens für eine bessere Welt mit Christus!

Jugend in Engelport

Durch eine Fügung Gottes ist die junge Gemeinschaft der Anbetungsschwestern des Königlichen Herzens Jesu mit Erlaubnis des Bischofs von Trier jetzt nach Engelport gekommen. Der weibliche Zweig des Institutes Christus König und Hohepriester wurde 2001 in Österreich gegründet. Das Mutterhaus ist in Gricigliano bei Florenz.

Die Schwestern haben Niederlassungen in Italien, der Schweiz und Deutschland. Viele Berufungen aus aller Welt lassen die Zahl der Schwestern stetig wachsen. Kloster Engelport nimmt auch Novizinnen der Schwestern auf, d. h. Mädchen und Frauen, die sich zu einem geistlichen Leben entschlossen haben. An Berufungen fehlt es nie!
Engelport hat Zukunft!

Kloster Maria Engelport
Flaumbachtal 4
56253 Treis-Karden
Telefon +49 (0) 2672 915 75-0
E-Mail:
www.kloster-engelport.de

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E Ultreia! Jugendwallfahrt auf dem Jakobsweg nach Altötting.

Das Grab des hl. Jakobus in Compostella ist recht weit vom Bayernland entfernt. Dies hinderte jedoch unsere Don Bosco-Jugendgruppe nicht daran, eine knapp dreitägige Fußwallfahrt zu unternehmen, in Vorbereitung auf das Christkönigsfest. Es war ein Marsch, der unter der Schutzherrschaft des Königtums des Heilands stand und die Worte aus dem Vaterunser zum Thema hatte: “Dein Reich komme, Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auch auf Erden!”
Gebet und Lektüre wechselten sich mit Gesang und einfachen freundschaftlichen Beisammensein ab. So fand während der Wallfahrt jeder die Zeit, sich unserem Herrn zu nähern und seinen Glauben zu vertiefen, und folgte damit dem Beispiel tausender von Pilgern, die diesen Weg des hl. Jakobus schon vorher gegangen sind.
Zu  Beginn der Herbstferien traf sich die Gruppe in Bad Birnbach, um sich von hier aus auf den Weg zu machen. Ziel war das ungefähr 60 km entfernte Altötting, das Herz Bayerns. Die Gruppe wurde dort von dem feierlichen Geläute der Glocken und dem wohlwollenden Blick unserer Lieben Frau von Altötting empfangen.
Diese erste Etappe des Jakobswegs schloss mit einer gesungenen Messe zum Christkönigsfest. Ob es später eine weitere Etappe geben wird? Nach Santiago ist es noch weit… Aber das Lächeln auf den Gesichtern der Jugendlichen, trotz aller Müdigkeit nach dem langen Marsch, lässt doch vermuten, dass es bald eine Fortsetzung geben wird.

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Generalkapitel in Gricigliano

In der letzten Augustwoche fanden sich die Kanoniker des Instituts wieder zum jährlichen Kapitel der Gemeinschaft in Gricigliano zusammen. Es bot sich um die Heilige Messe, das göttliche Offizium und natürlich während der Rekreation reichlich Gelegenheit für brüderliche Gemeinschaft und Austausch. Diesbezüglich erinnerte Papst Franziskus am 4. Oktober in Assisi, anlässlich einer Audienz für Ordensleute, daran, dass der Heilige Geist, ebenso wie im Leben der Familie, auch in einer Gemeinschaft gegenwärtig sei. Dies wurde besonders während des Gesanges des „Veni Creator“ und der Erneuerung des Gehorsamsversprechens eines jeden einzelnen Kanonikers vor unserem Generalprior deutlich.
Neben unserem Generalprior, Monsignore Gilles Wach, und dem Generalvikar, Monsignore Michael Schmitz, begleitete Pater Prof. Luc-Thomas Somme OP, Rektor der katholischen Universität in Toulouse, die Kanoniker während des Kapitels mit Vorträgen, die das Denken des hl. Thomas von Aquin über die Liturgie und den Kult sowie über das Priestertum tiefer erläuterten.
Das Kapitel schloss mit der Aussetzung des Allerheiligsten Altarsakramentes zu Ehren des heiligsten Herzens Jesu. Dazu versammelten sich alle in der Kapelle der Anbetungsschwestern, weil hier das königliche Herz besonders verehrt wird.

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Die heiligen Weihen

Auch dieses Jahr war die Weihewoche für die Gemeinschaft von Gricigliano wieder reich an Gnaden. Die Einkleidung, die niederen und höheren Weihen – mehr als fünfzig junge Männer näherten sich dem Altar, um, nach den Worten von Papst Franziskus, „weiter ins tiefe Wasser hinauszufahren und im Namen des Herren die Netze auszuwerfen.“
Auf die Einkleidung am Montag und die niederen Weihen am Dienstag, folgten am Mittwoch die höheren Weihen. 21 Seminaristen warfen sich auf dem Boden der Kirche nieder, um die Weihe zum Subdiakon bzw. zum Diakon zu empfangen. Bevor der Päpstliche Almosenier, S. Exz. Erzbischof Guido Pozzo,  der mittlerweile als Sekretär an die Päpstliche Kommission „Ecclesia Dei“ zurückgekehrt ist, diese Weihen spendete, erinnerte er in seiner Predigt an die Wichtigkeit des Dienstes, der vom Subdiakon und Diakon nahe am Altar verrichtet wird.
Der Höhepunkt der Woche war natürlich die Priesterweihe, die der Präfekt der Apostolischen Signatur,  S. Em. Raymond Leo Kardinal Burke, fünf jungen Kanonikern spendete.
Wie jedes Jahr stand am Abend des gleichen Tages der Erzbischof von Florenz, S. Em. Giuseppe Kardinal Betori, dem Te Deum vor. Mit dieser feierlichen Danksagung schloss das Studienjahr. Wir können nicht aufhören, der göttlichen Vorsehung immer wieder für ihre überreiche Großzügigkeit gegenüber unserer Gemeinschaft zu danken.

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Wallfahrt in Schweden

Am diesjährigen Himmelfahrtstag gab es ein seltenes Ereignis in der Kirche ‚Zu Unserer Lieben Frau‘ (auf Schwedisch: Varfrukykan) im schwedischen Skänningen. Diese alte, ursprünglich katholische Kirche befindet sich in einer der ältesten Städte Schweden und wurde an diesem Tag wieder gemäß ihren Ursprüngen gebraucht, um nämlich die schwedischen Gläubigen aus dem Apostolat des Kanonikus Markus Künkel aufzunehmen. Es war ein emotionales Erlebnis, als die Gläubigen an diesem Ort, in dieser Kirche, die ewigen Gesänge der heiligen Messe zu diesem Festtag hören durften: Viri Galilei – Ihr Männer von Galiläa, was schaut ihr staunend zum Himmel? Alleluja. Wie ihr Ihn sahet auffahren zum Himmel, so wird Er wiederkommen, alleluja, alleluja, alleluja.

Nach der hl. Messe gab es ein schnelles Picknick und schon ging es Richtung Vadstena weiter. In diesem Heiligtum werden die kostbaren Reliquien der hl. Brigitta von Schweden aufbewahrt, der Ordensgründerin und, zusammen mit der hl. Katherina von Siena und der hl. Edith Stein, Patronin Europas. Jung und Alt machten sich also auf den Weg, selbst mutige junge Mütter scheuten vor keiner Strapaze zurück und schoben ihre Kinderwagen, nur um die hl. Brigitta zu ehren!

Nach einem Marsch von etwa zwanzig Kilometern wurde das Heiligtum gegen Abend erreicht und Kanonikus Künkel stimmte vor dem imposanten Grabmal der Heiligen, umgeben von den Gläubigen, die Litanei zur hl. Brigitta an. Trotz der Reformation hat das Heiligtum nichts an seiner Majestät verloren, und Gott sei Dank ist es dort immer noch erlaubt, den katholischen Kult zu feiern.

Am nächsten Tag trafen sich die Familien in der Früh bei einer gesungenen Messe wieder. Der polyphone Chor interpretierte mit Bravour die Missa brevis von Palestrina, die mit den Gregorianischen Gesängen wunderbar harmoniert. So diente alles zur großen Erbauung der Gläubigen und ganz sicher zur großen Freude unserer Heiligen im Himmel. Am Nachmittag hielt dann Kanonikus Rouquayrol, der aus Bayern angereist war, auf Englisch einen kleinen Vortrag über das geistliche Leben. Er stützte sich dabei v.a. auf die Lehre des hl. Franz von Sales, eines Patrons des Instituts.

Für den letzten Tag dieser Einkehr und Wallfahrt passte das Fest der hll. Apostel Philippus und Jakobus besonders gut, gerade in dem von Papst Benedikt XVI. initiierten Jahr des Glaubens. Und so durfte Kanonikus Künkel mit dem Schutz und der Fürbitte dieser Apostel einen jungen Mann offiziell in die katholische Kirche aufnehmen.

Sagen wir der hl. Brigitta dank für alle Gnaden – und, bis zum nächsten Jahr!

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Die alljährliche Tagung der Herz Jesu Gemeinschaft in Bayerisch Gmain

Auch dieses Jahr traf sich Anfang August in Bayerisch Gmain wieder die Herz Jesu Gemeinschaft, die Laiengemeinschaft des Instituts Christus König. Die diesjährigen Einkehrtage standen unter der Überschrift: „Der Heilige Geist und sein Wirken in Glaube und Leben.“ Neben Liturgie und gemeinsamen Gebet versuchten die etwa 50 Teilnehmer ihren Glauben an die dritte Person der Allerheiligsten Dreifaltigkeit in mehreren Vorträgen zu vertiefen. Diese wurden von Msgr. Prof. Dr. Michael Schmitz, Kan. Karl Lenhardt, Kan. Michael Wiener und Kan. Alexis Rouquayrol gehalten. Dabei wurde einerseits das objektive Handeln des Heiligen Geistes beleuchtet. Es zeigt sich in der Offenbarung, in der Kirche und ihrem Lehramt. Besonders die Sakramente sind Instrumente des Hl. Geistes und Bindeglied für das subjektive Wirken im Herzen jedes einzelnen Gläubigen. Hier wirkt der Geist andererseits ganz persönlich, indem er zum Erwerb von Tugenden aneifert und seine sieben Gaben austeilt. Die hl. Beichte in ihrer reinigenden Wirkung ist dabei Voraussetzung, um dem Hl. Geist überhaupt Raum zu schaffen. Dann kann er den Glauben stärken, Herz und Verstand erleuchten und den Menschen auf sein ewiges Ziel hin ausrichten.

Wenn der Mensch aber von vorneherein nicht den Mut hat, sich auf einen solchen Weg zu machen, weil ihn die Größe des Zieles zu überfordern scheint, soll er sich zwei Dinge vor Augen halten: Die unbedingte Liebe Christi zu jedem Menschen, die sich in dem, was Christus für uns getan hat, beweist. Der Glaube an diese Liebe ist dabei nicht von irgendeinem Gefühl abhängig, wie viele meinen, sondern eine Willensentscheidung und ein Bejahen Gottes und seines Willens für sein Leben. Das Zweite ist ein unendliches Vertrauen, mit dem man an die Liebe glauben soll. Hier leuchtet die hl. Therese von Lisieux als besonderes Beispiel hervor: Ihr war klar, dass sie sich mit ihren normalen menschlichen Veranlagungen nie zu der Vollkommenheit der großen Heiligengestalten würde erheben können. In einer glühenden, kindlichen Gottesliebe wurde sie aber dennoch nicht müde, nach einem Mittel zu suchen, gleichsam nach einem Aufzug, um das für sie unmögliche Erklimmen der vielen Treppenstufen zur Heiligkeit umgehen zu können. Dieses Mittel wurde ihr geschenkt: Man muss ganz klein werden, d.h. man muss von ganzem Herzen begreifen, dass man ohne Gott gar nichts kann und vermag. Dann wird Jesus kommen, wie eine Mutter oder ein Vater sich seines Kindes erbarmt, und einen die Treppe selbst hinauftragen. Dieser Weg erfordert Geduld. Es ist ein Weg, auf dem der Mensch langsam umgewandelt wird; das gerade durch den regelmäßigen, häufigen Besuch der hl. Messe und eine regelmäßige, häufige Beichte – in den Sakramenten wird uns der Hl. Geist geschenkt.

Mit solchen und vielen weiteren Gedanken wurde den Teilnehmern solide geistliche Nahrung gereicht, zur Hilfe und Stärkung für ein an der Lehre der Kirche ausgerichtetes Leben, das sich auch im normalen Alltag bewähren muss.

Neben dem offiziellen Angebot wurde auch dieses Jahr wieder ein Kinderprogramm angeboten, um den Eltern eine entspannte Einkehr zu ermöglichen. Dafür waren wie letztes Jahr Abbé Hubert Stollsteiner, Abbé Joseph de Poncharra und Abbé Christian Mahlberg angereist, die den Kindern auch durch andere Freizeiten und katechetische Veranstaltungen schon bestens bekannt waren.

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