Predigt am äußeren Fest des hl. Franz von Sales 2026

Msgr. Prof. DDr. R. Michael Schmitz

Wir alle kennen die kirchliche Situation von heute. Sie ist der Zeit des hl. Franz von Sales, der mitten in der Zeit der sogenannten Reformation bis kurz nach Beginn des dreißigjährigen Krieges gelebt hat, nicht unähnlich: Glaubensabfall, Häresie, Interesselosigkeit, Unmoral und Kirchenkritik griffen damals wie heute um sich. Angesichts einer so verfahrenen Situation können wir uns entscheiden, zu klagen und zu lamentieren. Das hat der hl Franz von Sales nie getan. Er hat gebetet, gehandelt und bekehrt. Dabei war sein Handeln von drei katholischen Prinzipien bestimmt, die auch heute noch gelten, und die der große Papst Pius XI zum 300. Todestag des Heiligen 1923 in der Enzyklika „Rerum Omnium Perturbationem“ dargelegt hat. Heute wollen wir uns daher von Papst Pius XI.  erklären lassen, was diese drei Prinzipien sind. Lassen wir also jetzt vor allem diesen unerschrockenen Stellvertreter Christi auf Erden sprechen, denn Pius XI erklärt uns, was  wir wie heute tun können, wenn wir dem hl. Franz von Sales folgen:

1. Das erste Prinzip des salesianischen Handelns ist unbedingte Treue und Kompromisslosigkeit im Glauben

    Papst Pius sagt: „ Als Quelle der Inspiration pflegte (der hl. Franz von Sales) sich immer wieder den bekannten Satz zu wiederholen: „Apostel kämpfen durch ihre Leiden und triumphieren erst im Tod.“ Es ist fast unglaublich, mit welcher Kraft und Beharrlichkeit er die Sache Jesu Christi unter den Menschen (seines Missionsgebietes) verteidigte (…) Er zelebrierte die Messe, auch wenn niemand daran teilnahm. Wenn während einer Predigt fast die gesamte Zuhörerschaft nacheinander die Kirche verließ, predigte er weiter.“ (ROP, 8)

    „Er pflegte auch, mit (großer) Offenheit die Laster (…) zu tadeln und die Heuchelei zu entlarven, die Tugend und Frömmigkeit vortäuschte. Obwohl er seinen Herrschern gegenüber wohl respektvoller war als jeder andere, hat er sich nie dazu herabgelassen, ihren Leidenschaften zu schmeicheln oder sich vor ihren hochmütigen Ansprüchen zu verneigen.“ (ROP, 11)

    Dabei darf vor allem sein Werk mit dem Titel „Kontroversen“ nicht unerwähnt bleiben, in dem zweifellos eine „vollständige und umfassende Darstellung der Wahrheit der katholischen Religion“ zu finden ist (Sel. Pius IX., 16. November 1877).

    In dieser Schrift beweist der hl. Franz, wie Papst Pius XI ausführt, „dass in der Kirche Christi keine Autorität existieren kann, wenn sie ihr nicht durch ein autoritatives Mandat verliehen wurde, über das die Vertreter häretischer Glaubensrichtungen keineswegs verfügen können. Nachdem er auf die Irrtümer der Letzteren hinsichtlich der Natur der Kirche hingewiesen hat, skizziert er die Merkmale der wahren Kirche und beweist, dass diese nicht in den reformierten Kirchen, sondern nur in der katholischen Kirche zu finden sind. Er erklärt auch auf fundierte Weise die Regel des Glaubens und zeigt, dass sie von den Häretikern gebrochen wird, während sie von den Katholiken in ihrer Gesamtheit eingehalten wird (…) Mit diesen Argumenten, zu denen noch eine subtile und ausgefeilte Ironie hinzukommt, die seinen kontroversen Stil kennzeichnet, trat er seinen Gegnern mühelos entgegen und widerlegte alle ihre Lügen und Irrtümer.“ (ROP 24)

    „Auch wenn seine Sprache manchmal etwas scharf erscheint, so strahlen seine Schriften doch, wie selbst seine Gegner zugaben, stets einen Geist der Nächstenliebe aus, der stets das bestimmende Motiv in jeder Kontroverse war, an der er beteiligt war.“ (ROP 25)

    Denn mit allen seinen Argumenten wollte der hl. Franz aber nur eines erreichen: Die Bekehrung der Häretiker, ihre Rückkehr in den Schoss der Kirche und damit die Möglichkeit für alle, an der allgemeinen Berufung zur Heiligkeit der Christen ohne Hindernis teilzunehmen.

    2 .Denn das zweite Prinzip des salesianischen Handeln ist die feste Überzeugung von der allgemeinen Berufung zur Heiligkeit

      „(Die Aufgabe des hl. Franz von Sales“, so sagt wieder Papst Pius XI, „bestand darin, ein Vorurteil zu widerlegen, das zu seiner Zeit tief verwurzelt war und bis heute nicht ausgerottet ist, nämlich dass das Ideal der wahren Heiligkeit, das uns die Kirche als Vorbild vorhält, unmöglich zu erreichen oder bestenfalls so schwer zu erreichen ist, dass es die Fähigkeiten der großen Mehrheit der Gläubigen übersteigt und daher als ausschließliches Vorrecht einiger weniger großer Seelen anzusehen ist. Der heilige Franziskus widerlegte ebenfalls die falsche Vorstellung, dass die Heiligkeit von so vielen Ärgernissen und Entbehrungen umgeben sei, dass sie für ein Leben außerhalb der Klostermauern ungeeignet sei.“ (ROP, 4)

      Papst Pius XI sagt von sich selbst mit großem Nachdruck: „Wir können nicht akzeptieren, dass dieses Gebot Christi (der wirklichen Heiligkeit) nur eine ausgewählte und privilegierte Gruppe von Seelen betrifft und dass alle anderen sich als ihm wohlgefällig betrachten können, wenn sie einen geringeren Grad an Heiligkeit erreicht haben. Das Gegenteil ist der Fall, wie aus der Allgemeinheit seiner Worte hervorgeht. Das Gesetz der Heiligkeit gilt für alle Menschen und lässt keine Ausnahmen zu.“ (Pius XI pp., Rerum omnium perturbationem 3, 26. Januar 1923)

      Weiter sagt der Papst: „Der heilige Franziskus veröffentlichte viele Werke der Frömmigkeit, unter denen wir seine beiden bekanntesten Bücher hervorheben möchten: Philothea – Eine Einführung in das fromme Leben und Die Abhandlung über die Liebe Gottes. In der Einführung in das fromme Leben zeigt der heilige Franziskus zunächst deutlich, wie sehr die Hartherzigkeit den Menschen von der Ausübung der Tugend abhält und der echten Frömmigkeit völlig fremd ist (…)und macht sich dann ausdrücklich daran zu beweisen, dass Heiligkeit in jedem Stand und jeder Lage des weltlichen Lebens durchaus möglich ist, und zu zeigen, wie jeder Mensch in der Welt so leben kann, dass er seine eigene Seele rettet, vorausgesetzt, er hält sich frei vom Geist der Welt.“ ROP, 13)

      „Die Abhandlung über die Liebe Gottes ist jedoch ein viel wichtigeres und bedeutenderes Buch als alle anderen, die er veröffentlicht hat. In diesem Werk gibt der heilige Doktor eine wahrhaftige Geschichte der Liebe Gottes wieder, erklärt ihren Ursprung und ihre Entwicklung unter den Menschen und zeigt gleichzeitig, wie die göttliche Liebe zu erkalten beginnt und dann schwindet. Er skizziert auch die Methoden, um die Liebe Gottes zu entwickeln und in ihr zu wachsen.“ (ROP, 17)

      Die Bereitschaft zu dieser gelebten Gottesliebe ist daher das Fundament aller Heiligung. Diese Heiligungsbereitschaft aber zeigt sich

      3. im dritten Prinzip des salesianischen Handelns, das von den beiden ersten nicht zu trennen ist, nämlich in immer wieder erneuerter Freundlichkeit, Geduld und Sanftmut

        Papst Pius XI lehrt über den heiligen Franz: „Er war kein düsterer, strenger Heiliger, sondern zu allen überaus liebenswürdig und freundlich, so dass man mit Fug und Recht von ihm sagen kann: „Ihre Weisheit ist ohne Bitterkeit, ihre Gesellschaft ohne Langeweile, sondern voller Freude und Fröhlichkeit.“ (Weisheit, viii, 16) Mit allen Tugenden ausgestattet, zeichnete Franz von Sales sich durch Sanftmut des Herzens aus, eine Tugend, die ihm so eigen war, dass sie als sein charakteristischstes Merkmal angesehen werden kann.“ (ROP, 6)

        „Nicht weniger bekannt sind die Leichtigkeit und Liebenswürdigkeit, mit der er jeden empfing. (…) Seine Herzensgüte blieb immer gleich, ganz gleich, mit wem er zu tun hatte, zu welcher Tageszeit oder unter welchen schwierigen Umständen. Selbst Ketzer, die sich oft sehr beleidigend verhielten, fanden ihn nie weniger freundlich oder weniger zugänglich.“ (ROP, 7)

        Pius XI erklärt weiter: „Man würde jedoch einen Fehler begehen, wenn man sich vorstellte, dass ein Charakter wie der des heiligen Franz von Sales ein Geschenk der Natur war, das ihm durch die Gnade Gottes „mit dem Segen der Sanftmut” verliehen wurde, wie wir es so oft bei anderen seligen Seelen lesen. Im Gegenteil, Franz war von Natur aus aufbrausend und leicht zu verärgern. (…) Diese Tatsache wird durch das Zeugnis der Ärzte, die seinen Leichnam für die Beerdigung vorbereiteten, hinreichend belegt, denn als sie, wie wir lesen, den Leichnam einbalsamierten, fanden sie seine Galle in Stein verwandelt, der in kleinste Teilchen zerfallen war. Anhand dieses seltsamen Vorfalls erkannten sie, welche schrecklichen Anstrengungen es unseren Heiligen über einen Zeitraum von fünfzig Jahren gekostet haben musste, sein von Natur aus reizbares Temperament zu überwinden.“ (ROP, 9)

        Das nur durch das Mitwirken mit der Gnade mögliche Streben um eine immer größere Geduld und Liebenswürdigkeit ist nicht nur das sicherste Zeichen der Heiligkeit, sondern auch das beste Instrument der Verbreitung des Glaubens. Nicht durch große Taten werden wir heilig, sondern durch den täglich erneuerten Willen, alles, auch das Geringste, aus der Liebe zu Gott zu tun! Nicht durch Härte und Strenge bekehren wir die Irrenden, sondern durch einen festen und unerschütterlichen Glauben, der sich mit Geduld und Sanftmut paart. Daher hängen die drei salesianischen Prinzipien der Glaubenstreue, des Heiligungswillens und der geduldigen Nächsten-und Gottesliebe eng zusammen und wir können sie auch in unserer Zeit leben: Von der Fülle des katholischen Glaubens getragen, den wir in täglich mit Liebe und Liebenswürdigkeit in alle Lebensbereiche bringen, können wir uns und andere der Gnade der Heiligkeit öffnen, zu der wir alle gerufen sind! Nicht Klagen und Lamentieren ändert die Lage der Kirche, sondern der wahre Glaube, die gelebte Heiligkeit und die liebende Geduld des hl. Franz von Sales! Amen

        Habemus Papam! Wir haben einen Papst!

        Papst Leo XIV.

        Einst Messdiener an der Saint Mary of the Assumption Parish in Southside Chicago, Schüler im St. Augustin Seminary in Michigan, Student der Mathematik und Philosophie in Villanova bei Philadelphia, Novize im Augustinerorden, Studium der Theologie in den U.S.A. und Rom, Priesterweihe in Rom am 19. Juni 1982, Missionar in Peru, Berufungs-und Missionsdirektor seines Ordens in Chicago, Seelsorger, Lehrer und Oberer seines Ordens in Peru (1988-1998), Provinzialoberer und danach Generaloberer des Augustinerordens (2001-2013) mit Sitz in Rom, Bischofsweihe am 12. Dezember 2014 für das Bistum Chiclayo, Peru (2014-2023), Präfekt des Dikasteriums für die Bischöfe an der Römischen Kurie (2023-2025) mit Ernennung zum Erzbischof und Erhebung zum Kardinal (30.9.2023) im Rang eines Kardinaldiakons und schließlich im Rang eines Kardinalbischofs (6.2.2025).

        Es ist der 8.Mai im Heiligen Jahr A.D. 2025, Festtag Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz von Pompeji und gleichzeitig Festtag der Erscheinung des hl. Erzengels Michael auf dem Berge Gargano im Süden Italiens im Jahre 493. Das Heilige Kardinalskollegium, das am Vortag nach der Messfeier Pro eligendo Summo Pontifice vom Petersdom in die Sixtinische Kapelle zum Konklave feierlich einzog, wählt an diesem 8. Mai Seine Eminenz Robert Francis Kardinal Prevost bereits im vierten Wahlgang zum 267. Papst der Katholischen Kirche und Nachfolger des heiligen Petrus. Der neugewählte Papst wird danach der Öffentlichkeit von der Benediktionsloggia des Petersdoms von Kardinalprototdiakon Dominique Mamberti verkündet: „Ich verkünde euch eine große Freude; wir haben einen Papst: den herausragendsten und hochwürdigsten Herrn, Herrn Robert Francis, der Heiligen Römischen Kirche Kardinal Prevost, welcher sich den Namen Leo XIV. gegeben hat.

        Papst Leo XIV. wurde am 14. September 1955 als Robert Francis Prevost seinen Eltern Louis Marius Prevost und Mildred Martínez in Chicago, Illinois, U.S.A. geboren. Zusammen mit seinen beiden älteren Brüdern Louis Martín und John Joseph war er Messdiener in der Pfarrei St. Mary of the Assumption in Chicago. Seine Schulausbildung absolvierte er mit dem Augustinerorden in dessen Saint Augustine Seminary in Michigan und studierte nach dem Abitur Mathematik und Philosophie an der Villanova University bei Philadelphia.

        Nach dem Studienabschluss trat er im Jahr 1977 der Ordensgemeinschaft der Augustiner bei, einer Gemeinschaft von Kanonikern, die Papst Innozenz IV. im Jahre 1244 in Rom gegründet hatte. Im Folgendem erwarb sich Robert Francis Prevost an der Catholic Theological Union in Chicago einen Master of Divinity und danach an der Päpstlichen Universität Heiliger Thomas von Aquin („Angelicum“) ein Doktorat in Kirchenrecht (1987).

        Am 29. August 1981 legte Robert Francis Prevost das ewige Ordensgelübde (Profess) im Augustinerorden ab und empfing am 19. Juni 1982 in der Klosterkirche des Augustinerkollegs von Santa Monica in Rom das Sakrament der Priesterweihe durch den belgischen Erzbischof Jean Jadot. Sein seelsorgliches Wirken führte ihn von 1985 bis 1987 als Missionar in die von Mitgliedern seines Ordens betreuten Missionsgebiete im heutigem Bistum Chulucanas im Nordwesten von Peru.

        Im Jahr 1987 wurde er zum Berufungs- und Missionsdirektor der Augustinerprovinz „Mutter des Guten Rates“ in Olympia Fields bei Chicago ernannt.

        Von 1988-1998 wirkte er in vielfältigen Funktionen erneut in Peru, und zwar als Prior seines Ordens, Ausbildungsleiter, Lehrer der Professen und schließlich als Provinzialoberer der Augustiner in Peru. Im Erzbistum Trujillo war er sowohl als Kirchengerichtsvikar tätig als auch als Professor am Priesterseminar „San Carlos y San Marcelo“, wo er Kirchenrecht, Patristik und Moraltheologie unterrichtete.

        Von März 1999 war P. Robert Francis Prevost OSA Provinzialoberer der Augustinerprovinz „Mutter vom Guten Rat“ in Chicago. Im Jahr 2001 wurde er von seinen Mitbrüdern auf dem Ordentlichen Generalkapitel des Augustinerordens zum Generalprior gewählt und im Jahr 2007 für eine zweite Amtszeit bestätigt.

        Im Oktober 2013 kehrte er in seine Augustinerprovinz nach Chicago zurück und bekleidete dort verschiedene Ämter, bevor ihn Papst Franziskus am 3. November 2014 zum Apostolischem Administrator der Diözese Chiclayo im Norden von Peru ernannte. Am Fest Unserer Lieben Frau von Guadalupe, den 12. Dezember 2014 wurde P. Robert Francis Prevost vom Apostolischen Nuntius in Peru, Erzbischof James Patrick Green, in der Kathedrale St. Maria zum Bischof geweiht.

        Sein bischöflicher Wahlspruch lautet: „IN ILLO UNO UNUM“. Dieser ist einer Predigt des heiligen Augustinus entnommen (Enarrationes in Psalmos 127,3): „Nos multi in illo uno unum“, und bedeutet sinngemäß: „In jenem einen (Christus) sind wir vielen eins“ oder „In dem einen (Christus) sind wir eins“. Dieses Zitat des hl. Augustinus wurde zu „in illo uno unum“, verkürzt und bedeutet sinngemäß: „In jenem einen (Christus) eins“. Dieser Wahlspruch weist auf die Einheit Christi mit Gott, dem Vater hin (Joh. 17,21ff.) sowie auf unsere Einheit mit Gott in Christus. Diesen Wahlspruch hat Papst Leo XIV. beibehalten.

        Da laut eines Staatsvertrags zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Staat Peru nur peruanische Staatsbürger zu Bischöfen ernannt werden dürfen, erwarb Bischof Robert Francis Prevost im Jahr 2015 die peruanische Staatsbürgerschaft und wurde von Papst Franziskus am 26. September 2015 zum Bischof der Diözese Chiclayo ernannt. Im März 2018 wurde er zum zweiten Vizepräsidenten der peruanischen Bischofskonferenz gewählt. Im Jahr 2020 ernannte ihn Papst Franziskus auch zum Apostolischen Administrator der peruanischen Diözese Callao.

        Bereits während seiner Zeit als Diözesanbischof von Chiclayo ernannte ihn Papst Franziskus zu wichtigen Ämtern an der Römischen Kurie:
        Am 13. Juli 2019 wurde er von Papst Franziskus zum Mitglied der Kongregation für den Klerus ernannt und am 21. November 2020 zum Mitglied der Kongregation für die Bischöfe.

        Schließlich berief ihn Papst Franziskus am 30. Januar 2023 ganz nach Rom zurück und übertrug ihm das Amt des Präfekten des Dikasteriums für die Bischöfe. Zusätzlich ernannte er ihn auch zum Präsidenten der Päpstlichen Kommission für Lateinamerika. Das Amt des Präfekten eines Römischen Dikasteriums war für Bischof Prevost mit der Erhebung in den Rang eines Erzbischofs durch Papst Franziskus verbunden.

        Im Konsistorium vom 30. September 2023 erhob Papst Franziskus Erzbischof Robert Francis Prevost zum Kardinal im Rang eines Kardinaldiakons. Hierbei übertrug ihm Papst Franziskus als Titelkirche die Klosterkirche des Augustinerkollegs Santa Monica in Rom, in der der nunmehrige Robert Francis Kardinal Prevost am 19. Juni 1982 zum Priester geweiht worden war. Am 4. Oktober 2023 wurde er von Papst Franziskus überdies zum Mitglied in verschiedene Dikasterien berufen: Dikasterium für die Evangelisierung, für die Glaubenslehre, für die orientalischen Kirchen, für den Klerus, für Kultur und Bildung, für die Gesetztestexte sowie für die Päpstliche Kommission für den Staat der Vatikanstadt.

        Am 6. Februar 2025 wurde Robert Francis Kardinal Prevost von Papst Franziskus in den Rang eines Kardinalbischofs erhoben, wobei ihm das zur Kirchenprovinz Rom gehörende Bistum Albano vom Papst als Titel zugewiesen wurde.

        Mit der Wahl zum 267. Papst der Katholischen Kirche und Nachfolger des Heiligen Petrus am 8. Mai 2025 durch die in Rom zum Konklave versammelten Kardinäle ist Papst Leo XIV. zum sichtbaren Stellvertreter unseres Herrn Jesus Christus geworden mit dem Auftrag, die ihm anvertraute Herde zu lehren, zu heiligen und zu führen.

        Das Wappen des Heiligen Vaters zeigt im oberen Bereich eine weiße Lilie, die für Reinheit und Unschuld steht. Der blaue Hintergrund ist das königliche Blau des Christkönigs sowie das königliche Blau Mariens. Der untere Teil des Wappens zeigt auf hellgoldenem Hintergrund ein geschlossenes Buch mit einem darauf befindlichen Herzen, dass von einem Pfeil durchbohrt ist. Das Bild erinnert an die Bekehrungserfahrung des heiligen Augustinus, die dieser mit den Worten erklärte: „Du hast mein Herz mit deinem Wort durchbohrt“. Die Heilige Schrift und das von Liebe durchbohrte Herz im Papstwappen sagen lautstark aus, dass unser heiliger Glaube durch die Liebe lebendig sein muss (1Kor. 13,1-13) und dass wir dazu berufen sind, die Wahrheit unseres heiligen Glaubens in der Liebe zu leben (Eph. 4,15). 

        Todesanzeige

        In tiefer Trauer müssen wir bekanntgeben, dass Herr Abbé Charles Outtier, Seminarist des Instituts Christus König und Hohepriester, am Mittwoch, dem 15. Januar, durch einen schweren Unfall im Alter von 25 Jahren zu Gott heimgerufen wurde.

        Herr Abbé Outtier war Diakon und bereitete sich auf die Priesterweihe vor. Er war ein beispielhafter Seminarist und erbaute seine Mitbrüder und Oberen durch seine strahlende Nächstenliebe, seine klare Seele und seine mit christlichem Frohsinn verbundene Ernsthaftigkeit. Früh vollendet hat ihn der Herr, dem er mit kindlicher Liebe gedient hat, nun zu sich gerufen. Wir zweifeln nicht daran, dass Diakon Outtier für uns in der Ewigkeit Fürsprache einlegen wird.

        Wir vertrauen auf Ihre Gebete für seine Seelenruhe, für seine geliebte Familie, die sehr unter dem unerwarteten Verlust leidet, und für unser gesamtes Institut.

        Möge Abbé Outtier in Frieden ruhen. Möge die Unbefleckte Jungfrau und Gottesmutter Maria uns in dieser schweren Stunde stärken und schützen!

        Requiescat in pace

        Der Zeitpunkt der Feier eines Requiems für ihn in Kloster Maria Engelport wird noch bekanntgegeben.