Neueintritte im Seminar St. Philipp Neri in Gricigliano
Im September hat in unserem Seminar in Gricigliano wieder das neue Studienjahr begonnen. Die Anzahl der Kandidaten, die sich entschlossen haben, in unserem Institut den Weg auf das Priesteramt hin einzuschlagen, ist auch dieses Jahr erfreulich groß.
Möge Gott sie mit allen Gnaden segnen, dieses hohe Ziel beharrlich zu verfolgen.
Photos der Exerzitien der neuen Seminaristen bei unseren Schwestern in der Schweiz:
Das Fest des Prager Jesuleins, das am 4. Sonntag nach Ostern begangen wird, feierten wir mit einer kleinen Andacht vor dem sonntäglichen Hochamt in Bad Reichenhall. Das Jesuskind wird in vielen unserer Häuser und v.a. auch in unserer Niederlassung in Bayerisch Gmain besonders verehrt.
Auf einer Inschrift über einem Schrein eines Prager Jesuskinds in Rom kann man lesen:
„PIU VOI MI ONORERETE, PIU IO VI FAVORIRO. – Je mehr ihr mich ehrt, desto mehr werde ich euch Gunst erweisen.“
So beteten wir zur Vorbereitung auf dieses schöne Fest das berühmte Gebet von P. Cyrill, OCD:
O Jesulein, zu Dir fliehe ich,
Durch Deine Mutter bitt‘ ich Dich,
Aus dieser Not woll’st retten mich;
Denn wahrhaft glaube ich an Dich,
Dass Du, o Gott, kannst schützen mich.
Vertrauend hoffe ich auf Dich,
Dass Deine Gnad‘ werd‘ finden ich.
Aus ganzem Herzen lieb‘ ich Dich,
Drum meine Sünden reuen mich,
Von denen, flehend bitt‘ ich Dich,
O Jesus, woll’st befreien mich.
Mein Vorsatz ist, zu bessern mich,
Und nicht mehr zu betrüben Dich.
Darum Dir ganz ergeb‘ ich mich,
Zu leiden mit Geduld für Dich
Und Dir zu dienen ewiglich.
Den Nächsten aber gleich wie mich,
Will wegen Deiner lieben ich.
O Jesulein, ich bitte Dich,
Aus dieser Not woll’st retten mich;
Dass einstens kann genießen ich
Mit Joseph und Maria Dich
Und allen Engeln ewiglich. Amen.
Die junge Schwesterngemeinschaft wird die ehrwürdige Gebetsstätte Maria Engelport in die Zukunft führen. Dabei werden die Schwestern vom Institut Christus König und Hohepriester unterstützt, das den Hausgeistlichen stellt. Die Wallfahrten zu Unserer Lieben Frau von Engelport und zur Heiligen Anna, die seit dem Mittelalter in Engelport bestehen, werden so auch im 21. Jahrhundert lebendig bleiben und den Menschen Kraft geben können.
Die tägliche hl. Messe, die Anbetung, das Chorgebet und alle anderen liturgischen Feierlichkeiten stehen Einheimischen und Pilgern offen. Alle sind herzlich eingeladen, in der schönen Klosterkirche Frieden und Stärkung zu finden, denn die Klosterkirche und die Gnadenaltäre sind allen zugänglich. Die Schwestern nehmen persönliche Gebetsanliegen gerne entgegen und tragen diese stellvertretend vor den Herrn.
Gebet und Arbeit
Die Anbetungsschwestern des Königlichen Herzens Jesu haben eine besondere Verehrung für das Heiligste Herz Jesu. Christus ist der König und Mittelpunkt ihres Lebens. Sie wollen in Seiner wirklichen Gegenwart leben. Die heilige Messe in der außerordentlichen Form des Römischen Ritus, das lateinisch gesungene Chorgebet und die Anbetung des Allerheiligsten sind die Eckpfeiler ihres Tages.
Gebet führt zu tätiger Nächstenliebe. Die Schwestern vereinen die Berufung der biblischen Jüngerinnen Maria und Martha in Gebet und Arbeit. Die Menschen sind das Ziel ihres Gebets und ihrer Mühe. Die Haus- und Gartenarbeit im großen Kloster, liturgische Handarbeiten, der Klosterladen, ihre Jugendarbeit und – nach einer notwendigen Zeit des Einlebens – viele andere Projekte für die Zukunft machen das Leben der Schwestern zum Dienst am Nächsten, an Alt und Jung.
Mit Christus für die Menschen
Der hl. Kirchenlehrer Franz von Sales und die hl. Franziska von Chantal gehören zu ihren besonderen Schutzpatronen. Beide haben ganz für andere gelebt. Der hl. Franz von Sales hat einmal gesagt: „Man muss die Wahrheit in der Liebe kochen, bis sie süß schmeckt.“ Die hl. Frau von Chantal war ein sichtbares Zeichen tätiger Nächstenliebe.
Beide haben unermüdlich für die Menschen ihrer Zeit gewirkt, der heilige Franz als Bischof von Genf und die hl. Franziska zunächst als Ehefrau, nach ihrer Witwenschaft als Mutter ihrer jungen geistlichen Gemeinschaft. Ihr Beispiel hilft den Anbetungsschwestern des Königlichen Herzens für die Menschen von heute da zu sein. Aus der Fülle des Glaubens für eine bessere Welt mit Christus!
Jugend in Engelport
Durch eine Fügung Gottes ist die junge Gemeinschaft der Anbetungsschwestern des Königlichen Herzens Jesu mit Erlaubnis des Bischofs von Trier jetzt nach Engelport gekommen. Der weibliche Zweig des Institutes Christus König und Hohepriester wurde 2001 in Österreich gegründet. Das Mutterhaus ist in Gricigliano bei Florenz.
Die Schwestern haben Niederlassungen in Italien, der Schweiz und Deutschland. Viele Berufungen aus aller Welt lassen die Zahl der Schwestern stetig wachsen. Kloster Engelport nimmt auch Novizinnen der Schwestern auf, d. h. Mädchen und Frauen, die sich zu einem geistlichen Leben entschlossen haben. An Berufungen fehlt es nie!
Engelport hat Zukunft!
Kloster Maria Engelport
Flaumbachtal 4
56253 Treis-Karden
Telefon +49 (0) 2672 915 75-0
E-Mail:
www.kloster-engelport.de
In der letzten Augustwoche fanden sich die Kanoniker des Instituts wieder zum jährlichen Kapitel der Gemeinschaft in Gricigliano zusammen. Es bot sich um die Heilige Messe, das göttliche Offizium und natürlich während der Rekreation reichlich Gelegenheit für brüderliche Gemeinschaft und Austausch. Diesbezüglich erinnerte Papst Franziskus am 4. Oktober in Assisi, anlässlich einer Audienz für Ordensleute, daran, dass der Heilige Geist, ebenso wie im Leben der Familie, auch in einer Gemeinschaft gegenwärtig sei. Dies wurde besonders während des Gesanges des „Veni Creator“ und der Erneuerung des Gehorsamsversprechens eines jeden einzelnen Kanonikers vor unserem Generalprior deutlich.
Neben unserem Generalprior, Monsignore Gilles Wach, und dem Generalvikar, Monsignore Michael Schmitz, begleitete Pater Prof. Luc-Thomas Somme OP, Rektor der katholischen Universität in Toulouse, die Kanoniker während des Kapitels mit Vorträgen, die das Denken des hl. Thomas von Aquin über die Liturgie und den Kult sowie über das Priestertum tiefer erläuterten.
Das Kapitel schloss mit der Aussetzung des Allerheiligsten Altarsakramentes zu Ehren des heiligsten Herzens Jesu. Dazu versammelten sich alle in der Kapelle der Anbetungsschwestern, weil hier das königliche Herz besonders verehrt wird.
Auch dieses Jahr war die Weihewoche für die Gemeinschaft von Gricigliano wieder reich an Gnaden. Die Einkleidung, die niederen und höheren Weihen – mehr als fünfzig junge Männer näherten sich dem Altar, um, nach den Worten von Papst Franziskus, „weiter ins tiefe Wasser hinauszufahren und im Namen des Herren die Netze auszuwerfen.“
Auf die Einkleidung am Montag und die niederen Weihen am Dienstag, folgten am Mittwoch die höheren Weihen. 21 Seminaristen warfen sich auf dem Boden der Kirche nieder, um die Weihe zum Subdiakon bzw. zum Diakon zu empfangen. Bevor der Päpstliche Almosenier, S. Exz. Erzbischof Guido Pozzo, der mittlerweile als Sekretär an die Päpstliche Kommission „Ecclesia Dei“ zurückgekehrt ist, diese Weihen spendete, erinnerte er in seiner Predigt an die Wichtigkeit des Dienstes, der vom Subdiakon und Diakon nahe am Altar verrichtet wird.
Der Höhepunkt der Woche war natürlich die Priesterweihe, die der Präfekt der Apostolischen Signatur, S. Em. Raymond Leo Kardinal Burke, fünf jungen Kanonikern spendete.
Wie jedes Jahr stand am Abend des gleichen Tages der Erzbischof von Florenz, S. Em. Giuseppe Kardinal Betori, dem Te Deum vor. Mit dieser feierlichen Danksagung schloss das Studienjahr. Wir können nicht aufhören, der göttlichen Vorsehung immer wieder für ihre überreiche Großzügigkeit gegenüber unserer Gemeinschaft zu danken.
Auch dieses Jahr traf sich Anfang August in Bayerisch Gmain wieder die Herz Jesu Gemeinschaft, die Laiengemeinschaft des Instituts Christus König. Die diesjährigen Einkehrtage standen unter der Überschrift: „Der Heilige Geist und sein Wirken in Glaube und Leben.“ Neben Liturgie und gemeinsamen Gebet versuchten die etwa 50 Teilnehmer ihren Glauben an die dritte Person der Allerheiligsten Dreifaltigkeit in mehreren Vorträgen zu vertiefen. Diese wurden von Msgr. Prof. Dr. Michael Schmitz, Kan. Karl Lenhardt, Kan. Michael Wiener und Kan. Alexis Rouquayrol gehalten. Dabei wurde einerseits das objektive Handeln des Heiligen Geistes beleuchtet. Es zeigt sich in der Offenbarung, in der Kirche und ihrem Lehramt. Besonders die Sakramente sind Instrumente des Hl. Geistes und Bindeglied für das subjektive Wirken im Herzen jedes einzelnen Gläubigen. Hier wirkt der Geist andererseits ganz persönlich, indem er zum Erwerb von Tugenden aneifert und seine sieben Gaben austeilt. Die hl. Beichte in ihrer reinigenden Wirkung ist dabei Voraussetzung, um dem Hl. Geist überhaupt Raum zu schaffen. Dann kann er den Glauben stärken, Herz und Verstand erleuchten und den Menschen auf sein ewiges Ziel hin ausrichten.
Wenn der Mensch aber von vorneherein nicht den Mut hat, sich auf einen solchen Weg zu machen, weil ihn die Größe des Zieles zu überfordern scheint, soll er sich zwei Dinge vor Augen halten: Die unbedingte Liebe Christi zu jedem Menschen, die sich in dem, was Christus für uns getan hat, beweist. Der Glaube an diese Liebe ist dabei nicht von irgendeinem Gefühl abhängig, wie viele meinen, sondern eine Willensentscheidung und ein Bejahen Gottes und seines Willens für sein Leben. Das Zweite ist ein unendliches Vertrauen, mit dem man an die Liebe glauben soll. Hier leuchtet die hl. Therese von Lisieux als besonderes Beispiel hervor: Ihr war klar, dass sie sich mit ihren normalen menschlichen Veranlagungen nie zu der Vollkommenheit der großen Heiligengestalten würde erheben können. In einer glühenden, kindlichen Gottesliebe wurde sie aber dennoch nicht müde, nach einem Mittel zu suchen, gleichsam nach einem Aufzug, um das für sie unmögliche Erklimmen der vielen Treppenstufen zur Heiligkeit umgehen zu können. Dieses Mittel wurde ihr geschenkt: Man muss ganz klein werden, d.h. man muss von ganzem Herzen begreifen, dass man ohne Gott gar nichts kann und vermag. Dann wird Jesus kommen, wie eine Mutter oder ein Vater sich seines Kindes erbarmt, und einen die Treppe selbst hinauftragen. Dieser Weg erfordert Geduld. Es ist ein Weg, auf dem der Mensch langsam umgewandelt wird; das gerade durch den regelmäßigen, häufigen Besuch der hl. Messe und eine regelmäßige, häufige Beichte – in den Sakramenten wird uns der Hl. Geist geschenkt.
Mit solchen und vielen weiteren Gedanken wurde den Teilnehmern solide geistliche Nahrung gereicht, zur Hilfe und Stärkung für ein an der Lehre der Kirche ausgerichtetes Leben, das sich auch im normalen Alltag bewähren muss.
Neben dem offiziellen Angebot wurde auch dieses Jahr wieder ein Kinderprogramm angeboten, um den Eltern eine entspannte Einkehr zu ermöglichen. Dafür waren wie letztes Jahr Abbé Hubert Stollsteiner, Abbé Joseph de Poncharra und Abbé Christian Mahlberg angereist, die den Kindern auch durch andere Freizeiten und katechetische Veranstaltungen schon bestens bekannt waren.
Unmittelbar nach Ostern predigte unser Generalprior, Msgr. Wach, 16 Kanonikern unseres Instituts, die aus Apostolaten in Frankreich, Deutschland, Schweden, Irland, Italien und sogar aus Afrika angereist waren, eine Einkehrwoche. Diese Tage, die durch geistliche Betrachtung, tägliche Anbetung des Allerheiligsten und gemeinsames Chorgebet geprägt waren, wurden für alle Teilnehmenden zu einer Quelle der Stärkung und inneren Erneuerung. Nach den anstrengenden Tagen der feierlichen Kar- und Osterliturgie durften sich die Mitbrüder auch durch gutes Essen und ausgiebigen Schlaf stärken. Am Morgen des ersten Tages waren alle angereisten Priester dazu eingeladen, Monsignore Wach und Kanonikus Lenhardt auf einem Ausflug nach Maria Plain in der Nähe von Salzburg zu begleiten.
Kanonikus Karl Lenhardt brachte die tiefe Dankbarkeit aller anwesenden Priester für diese Woche der Einkehr zum Ausdruck, als er Monsignore Wach besonders für seine Vorträge und sein alle prägendes Beispiel im priesterlichen Leben dankte.
Scharen von Gläubigen besuchten auch in diesem Jahr wieder die Liturgie zur Eröffnung der Karwoche am Palm-Sonntag in unserer Pfarrei Notre-Dame-de-Lourdes in Libreville. Die Prozession zu Beginn der Palm-Sonntag-Liturgie in der Mission des Institutes in Gabun ist besonders beeindruckend, da in ihr sinnfällig der Beginn des Leidens unseres Herrn beim Einzug in die Heilige Stadt und unsere Teilnahme am Erlösungswerk des Herrn zum Ausdruck gebracht wird. Die Passion nach dem Evangelisten St. Matthäus, in der übervollen Kirche bei grosser Hitze in diesem äquatorial-afrikanischen Land von unseren Missionaren gesungen, ist der erste ergreifende Höhepunkt der Karwoche. Der Besuch so vieler Menschen am Palm-Sonntag ist auch für uns eine Ermutigung und Stärkung unseres Glaubens an die Gegenwart des Herrn in der katholischen Liturgie.
Am Samstag, dem 23. März 2013, versammelten sich zahlreiche Gläubige zu einem Einkehrtag des Instituts. Der Tag begann mit einem Vortrag von Kanonikus Alexis Rouquayrol zum Thema “Der Glaube beim hl. Franz von Sales”. Nach der von Kanonikus Karl Lenhardt zelebrierten hl. Messe mit Predigt nahmen alle Besucher an einem Mittagessen teil, das drei unsererer Anbetungsschwestern vorbereitet hatten, und das im Schweigen bei Tischlesung eigenommen wurde. Am Nachmittag folgten dann weitere Vorträge von Kanonikus Michael Wiener zum Thema “Das Jahr des Glaubens nach Papst Benedikt XVI.” und von Kanonikus Karl Lenhardt mit dem Titel “Lex orandi – lex credendi. Das Verhältnis zwischen Glaube und Liturgie”.
Im Anschluss daran wurde das Allerheiligste eine Stunde zur stillen Anbetung ausgesetzt und zum Abschluss dieses gnadenreichen Tages der sakramentale Segen erteilt. Zwischenzeitlich blieb allen Gläubigen genügend Zeit zur Besinnung und zum Gebet.
Papst Franziskus I hat uns zur Erneurung unsers Glaubens an Jesus Christus eingeladen, als er bei seiner ersten Predigt in der Sixtina sagte:
“Wenn man nicht auf die Felsen baut, was passiert dann? Das, was Kindern passiert, die am Strand spielen und Sandburgen bauen. Irgendwann fällt alles ein – ohne Festigkeit. Wenn sich der Mensch nicht zu Jesus Christus bekennt, geschieht, was wir bei Leon Bloy lesen: Wer nicht zum Herrn betet, betet zum Teufel. Wer sich nicht zu Christus bekennt, gibt die Welt der Weltlichkeit des Teufels anheim.”
Dieser Einkehrtag des Institutes unmittelbar vor Beginn der Karwoche hat erfolgreich zur Stärkung unseres Glaubens an Christus und Seine Kirche beigetragen. Wir danken der Göttlichen Vorsehung für dieses Geschenk und Kanonikus Rouquayrol für seine Arbeit zur Vorbereitung!