Am diesjährigen Himmelfahrtstag gab es ein seltenes Ereignis in der Kirche ‚Zu Unserer Lieben Frau‘ (auf Schwedisch: Varfrukykan) im schwedischen Skänningen. Diese alte, ursprünglich katholische Kirche befindet sich in einer der ältesten Städte Schweden und wurde an diesem Tag wieder gemäß ihren Ursprüngen gebraucht, um nämlich die schwedischen Gläubigen aus dem Apostolat des Kanonikus Markus Künkel aufzunehmen. Es war ein emotionales Erlebnis, als die Gläubigen an diesem Ort, in dieser Kirche, die ewigen Gesänge der heiligen Messe zu diesem Festtag hören durften: Viri Galilei – Ihr Männer von Galiläa, was schaut ihr staunend zum Himmel? Alleluja. Wie ihr Ihn sahet auffahren zum Himmel, so wird Er wiederkommen, alleluja, alleluja, alleluja.
Nach der hl. Messe gab es ein schnelles Picknick und schon ging es Richtung Vadstena weiter. In diesem Heiligtum werden die kostbaren Reliquien der hl. Brigitta von Schweden aufbewahrt, der Ordensgründerin und, zusammen mit der hl. Katherina von Siena und der hl. Edith Stein, Patronin Europas. Jung und Alt machten sich also auf den Weg, selbst mutige junge Mütter scheuten vor keiner Strapaze zurück und schoben ihre Kinderwagen, nur um die hl. Brigitta zu ehren!
Nach einem Marsch von etwa zwanzig Kilometern wurde das Heiligtum gegen Abend erreicht und Kanonikus Künkel stimmte vor dem imposanten Grabmal der Heiligen, umgeben von den Gläubigen, die Litanei zur hl. Brigitta an. Trotz der Reformation hat das Heiligtum nichts an seiner Majestät verloren, und Gott sei Dank ist es dort immer noch erlaubt, den katholischen Kult zu feiern.
Am nächsten Tag trafen sich die Familien in der Früh bei einer gesungenen Messe wieder. Der polyphone Chor interpretierte mit Bravour die Missa brevis von Palestrina, die mit den Gregorianischen Gesängen wunderbar harmoniert. So diente alles zur großen Erbauung der Gläubigen und ganz sicher zur großen Freude unserer Heiligen im Himmel. Am Nachmittag hielt dann Kanonikus Rouquayrol, der aus Bayern angereist war, auf Englisch einen kleinen Vortrag über das geistliche Leben. Er stützte sich dabei v.a. auf die Lehre des hl. Franz von Sales, eines Patrons des Instituts.
Für den letzten Tag dieser Einkehr und Wallfahrt passte das Fest der hll. Apostel Philippus und Jakobus besonders gut, gerade in dem von Papst Benedikt XVI. initiierten Jahr des Glaubens. Und so durfte Kanonikus Künkel mit dem Schutz und der Fürbitte dieser Apostel einen jungen Mann offiziell in die katholische Kirche aufnehmen.
Sagen wir der hl. Brigitta dank für alle Gnaden – und, bis zum nächsten Jahr!
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Auch dieses Jahr traf sich Anfang August in Bayerisch Gmain wieder die Herz Jesu Gemeinschaft, die Laiengemeinschaft des Instituts Christus König. Die diesjährigen Einkehrtage standen unter der Überschrift: „Der Heilige Geist und sein Wirken in Glaube und Leben.“ Neben Liturgie und gemeinsamen Gebet versuchten die etwa 50 Teilnehmer ihren Glauben an die dritte Person der Allerheiligsten Dreifaltigkeit in mehreren Vorträgen zu vertiefen. Diese wurden von Msgr. Prof. Dr. Michael Schmitz, Kan. Karl Lenhardt, Kan. Michael Wiener und Kan. Alexis Rouquayrol gehalten. Dabei wurde einerseits das objektive Handeln des Heiligen Geistes beleuchtet. Es zeigt sich in der Offenbarung, in der Kirche und ihrem Lehramt. Besonders die Sakramente sind Instrumente des Hl. Geistes und Bindeglied für das subjektive Wirken im Herzen jedes einzelnen Gläubigen. Hier wirkt der Geist andererseits ganz persönlich, indem er zum Erwerb von Tugenden aneifert und seine sieben Gaben austeilt. Die hl. Beichte in ihrer reinigenden Wirkung ist dabei Voraussetzung, um dem Hl. Geist überhaupt Raum zu schaffen. Dann kann er den Glauben stärken, Herz und Verstand erleuchten und den Menschen auf sein ewiges Ziel hin ausrichten.
Dank der freundlichen Aufnahme der Sankt Anna Schwestern konnten sich auch dieses Jahr wieder die Kinder- und Jugendgruppe ‚Don Bosco‘ in den Pfingstferien in Kochel am See treffen. Unter der Leitung von Kanonikus Rouquayrol und Assistenz der Abbés de Poncharra und Mahlberg durchstreiften die Kinder mittels des Themas ‚Mission‘ die ganze Welt. Ziel war es, dem Aufruf des Hl. Vaters und der Kirche in diesem Jahr des Glaubens zu folgen; anhand von Heiligen aus der ganzen Welt durften die Kinder im Laufe der Woche den christlichen Glauben tiefer entdecken und besser begreifen, was missionarischer Geist ist. Am Beispiel der hl. Kateri Tekatwika, des hl. Charles Lwanga, der hl. Rosa von Lima und des hl. Juan Diego von Guadalupe konnten die Jugendlichen sehen, wie der Glaube Menschen verwandelt und zu einem wunderbaren Leben befähigt. Neben der Feier der hl. Messe, dem gemeinsamen Gebet, Katechese und Gesang, blieb auch viel Zeit für Spiele, einen Ausflug auf den Bromberg und das Einstudieren und Aufführen kleiner Theaterstücke, die von dem Leben der zuvor betrachteten Heiligen handelten. Dank des Hl. Geistes waren die Tage voll inneren Friedens und großer Freude.
Ende Mai kamen die Kanoniker der französischen Provinz des Institutes zu Besuch in unsere deutsche Hauptniederlassung in Bayerisch Gmain, um zusammen mit unserem Generalprior und Gründer, Msgr. Gilles Wach, an drei Tagen des mitbrüderlichen Austausches, des Gebetes und der kulturellen Bildung teilzunehmen. Höhepunkt dieses Besuches in Bayern war die feierliche Vesper am Fest der Gottesmutter “Patrona Bavariae” am 1. Mai, die Msgr. Wach mit über 30 Priestern des Institutes in der Stiftskirche in Altötting zelebrieren konnte. Anschließend an diese sehr erhebende liturgische Feier, die von einem sakramentalen Segen gekrönt wurde, prozessierten Msgr. Wach, die Kanoniker des Institutes und die Altarassistenz zur Gnadenkapelle, um dort die Gottesmutter für die fortwährende Hilfe und ihren Schutz zu danken. Kniend vor dem Altar in der Gnadenkapelle erneuerte Msgr. Wach die Weihe des gesamten Institutes zur Unbefleckten Empfängnis.
Unmittelbar nach Ostern predigte unser Generalprior, Msgr. Wach, 16 Kanonikern unseres Instituts, die aus Apostolaten in Frankreich, Deutschland, Schweden, Irland, Italien und sogar aus Afrika angereist waren, eine Einkehrwoche. Diese Tage, die durch geistliche Betrachtung, tägliche Anbetung des Allerheiligsten und gemeinsames Chorgebet geprägt waren, wurden für alle Teilnehmenden zu einer Quelle der Stärkung und inneren Erneuerung. Nach den anstrengenden Tagen der feierlichen Kar- und Osterliturgie durften sich die Mitbrüder auch durch gutes Essen und ausgiebigen Schlaf stärken. Am Morgen des ersten Tages waren alle angereisten Priester dazu eingeladen, Monsignore Wach und Kanonikus Lenhardt auf einem Ausflug nach Maria Plain in der Nähe von Salzburg zu begleiten.
Scharen von Gläubigen besuchten auch in diesem Jahr wieder die Liturgie zur Eröffnung der Karwoche am Palm-Sonntag in unserer Pfarrei Notre-Dame-de-Lourdes in Libreville. Die Prozession zu Beginn der Palm-Sonntag-Liturgie in der Mission des Institutes in Gabun ist besonders beeindruckend, da in ihr sinnfällig der Beginn des Leidens unseres Herrn beim Einzug in die Heilige Stadt und unsere Teilnahme am Erlösungswerk des Herrn zum Ausdruck gebracht wird. Die Passion nach dem Evangelisten St. Matthäus, in der übervollen Kirche bei grosser Hitze in diesem äquatorial-afrikanischen Land von unseren Missionaren gesungen, ist der erste ergreifende Höhepunkt der Karwoche. Der Besuch so vieler Menschen am Palm-Sonntag ist auch für uns eine Ermutigung und Stärkung unseres Glaubens an die Gegenwart des Herrn in der katholischen Liturgie.
Am Fest des Hl. Joseph, dem 19. März 2013, verlieh der emeritierte Bischof von Fiesole, S.E. Msgr. Luciano Giovannetti, fünf Anbetungsschwestern des Königlichen Herzens Jesu ihren Habit. Unter ihnen auch zwei deutsche: Schwester Justine Marie von der Liebe der vereinigten Herzen Jesu und Mariens stammt aus Baunatal bei Kassel, und Schwester Philomena Marie von den Heiligsten Herzen Jesu und Mariens kommt aus Fulda. Zusammen mit drei anderen jungen Frauen, die aus Frankreich und aus den Vereinigten Staaten stammen, erhielten sie aus den Händen von Bischof Giovannetti das Gewand der Anbetungsschwestern während einer wunderbaren liturgischen Zeremonie mit anschliessender Pontifikalmesse in der Kirche St. Michael und Kajetan im Zentrum von Florenz.
Am Samstag, dem 23. März 2013, versammelten sich zahlreiche Gläubige zu einem Einkehrtag des Instituts. Der Tag begann mit einem Vortrag von Kanonikus Alexis Rouquayrol zum Thema “Der Glaube beim hl. Franz von Sales”. Nach der von Kanonikus Karl Lenhardt zelebrierten hl. Messe mit Predigt nahmen alle Besucher an einem Mittagessen teil, das drei unsererer Anbetungsschwestern vorbereitet hatten, und das im Schweigen bei Tischlesung eigenommen wurde. Am Nachmittag folgten dann weitere Vorträge von Kanonikus Michael Wiener zum Thema “Das Jahr des Glaubens nach Papst Benedikt XVI.” und von Kanonikus Karl Lenhardt mit dem Titel “Lex orandi – lex credendi. Das Verhältnis zwischen Glaube und Liturgie”.

