Predigt vom Generalvikar des Instituts Christus König, Msgr. Prof. DDr. R. Michael Schmitz, zum 3. Fastensonntag

Liebe Gläubige,

“Meine Augen schauen immer auf zum Herrn: Er ist es, der meine Füße aus der Schlinge befreit. Schau her auf mich und hab mit mir Erbarmen, denn ich bin so einsam und arm!“ (Psalm 24, 15). In diesen Worten des Introitus der Messe vom dritten Fastensonntag ist unsere jetzige Situation passend erfasst: Wir sind arme Menschen, in der Schlinge unserer Sündhaftigkeit gefangen, und nur der Herr kann uns befreien. Daher sollen unsere Augen immer zu Ihm aufschauen!

Die Situation, in der wir stehen, zeigt uns deutlich unsere Armut und Einsamkeit, wenn wir uns von Gott abwenden. Mit seiner Zulassung geschieht gerade in der Welt etwas, das alle lehren kann, wie sehr wir von Gott abhängen.

Zu selbstzufrieden und satt sind die Menschen geworden. Der Herr muss uns aufrütteln und uns zeigen, dass wir ohne ihn in den Schlingen der Sünde gefangen bleiben. Viele Menschen, ja ganze Völker scheinen sich von Gott abgewandt zu haben, weil sie meinen, Ihn nicht mehr zu brauchen, wie schon so oft in der Geschichte. Immer dann zeigt uns Gott, wie klein und arm wir sind. So sagt auch das heutige Graduale der Messe mit Psalm 9: „Erhebe Dich, o Herr, nicht soll der Mensch obsiegen; ereilen soll die Völker das Gericht vor Deinem Angesicht!“

Wir müssen uns in einer solchen Situation zunächst und vor allem Gott zuwenden. Bei aller notwendigen Vorsicht muss unsere erste Sorge nicht das leibliche Wohl sein, sondern der Zustand unserer Seele im Angesicht Gottes. Nur wer den Blick auf Gott verloren hat, verfällt in eine Panik, weil er vielleicht krank werden könnte. Wir alle müssen jede Stunde damit rechnen, dass Gott uns vor seinen Richterstuhl ruft. Wer aufrichtig und als Christ mit der Gnade mitwirken will, wer also mit Gott und nach seinem Willen lebt, der braucht angesichts von Krankheit und Tod nicht in eine Panik zu verfallen.

Der gläubige Christ weiß sich gerade in schweren Zeiten vertrauensvoll von Gott geborgen, weil er auch in Dunkelheiten darauf vertrauen kann, dass alles nach dem geheimnisvollen Plan Gottes verläuft. Kreuz und Leiden haben in diesem Plan ihren bestimmten Platz, der zwar für uns nicht immer durchschaubar ist, der aber am Ende auch das Dunkle und Schwere zu einem Mittel für uns Heil werden lässt. Deswegen hat Gott in Jesus Christus all unser Leiden und Kreuz auf sich genommen und es zur lichtvollen Auferstehung erhöht. Dadurch wissen wir, dass wir gerade in schweren Zeiten niemals alleine sind.

Hören wir also auf den heiligen Paulus, der uns heute im Epheserbrief (5, 8-19) sagt: „Lasst Euch von niemand mit nichtsagenden Worten verführen; denn solcher Dinge wegen kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Ungehorsams.“ „Wandelt als Kinder des Lichts!“ In dieser Zeit, in der das Wirken des Bösen so offensichtlich ist, müssen wir als „Kinder des Lichts“ auf die Macht Gottes vertrauen. Er allein kann die Teufel der Zeit austreiben und die Menschen von ihrer Weltverfallenheit und Verblendung heilen. Er treibt den Teufel nicht mit Beelzebub aus, wie es

ihm die Pharisäer im heutigen Evangelium (Lukas 11, 14-28) scheinheilig vorwerfen. Er treibt alle Ungeister und Dämonen mit dem Licht seiner Wahrheit und der Kraft seiner Gottheit aus.

Dieses Licht und diese Kraft hat Christus an seine Kirche weitergegeben, durch deren Lehre und Sakramente er in die Geschichte hereinwirkt. Daher sind wir nicht uns selbst überlassen. Wir brauchen auch jetzt nicht allein auf menschliche Maßnahmen zu bauen. Wenn wir uns an den Gottmenschen wenden, dann wird Er uns und allen Menschen helfen. Jetzt müssen wir nicht weniger beten, sondern mehr! Jetzt müssen wir die heilige Fastenzeit noch ernster nehmen als vorher! Jetzt muss auch in unserem Leben Gott wieder in den Mittelpunkt gestellt werden! Immer, aber besonders in schwerer Zeit ist nämlich beim Herrn unsere Heimat. So sagt es der Kommunionvers der heutigen heiligen Messe mit Psalm 83: „Der Sperling hat ein Heim gefunden, ein Nest die Turteltaube, worin sie ihre Jungen birgt; so finde ich für mich Deinen Altar, o Herr der Himmelsheere, mein König und mein Gott. Glückselig, die in Deinem Hause wohnen; sie preisen Dich in alle Ewigkeit.“

Deswegen geht zusammen mit den von den weltlichen und kirchlichen Behörden angeordneten unumgänglichen Vorsichtsmaßnahmen das geistliche Leben im Institut Christus König weiter:

Täglich gedenken wir Ihnen in der Feier des hl. Meßopfers. Beten Sie mit uns zu unsrem Heiland Jesus Christus, dem Herrn der Welt und König der Menschheitsgeschichte. Nehmen wir den Rosenkranz zur Hand und beten wir gemeinsam zu Unsrer Lieben Frau von Fatima und zum hl. Joseph, dem universellen Schutzpatron der Katholischen Kirche. Die Zukunft gehört den Betern!

Soweit menschliche Klugheit das erlaubt, dürfen und müssen wir uns und die unseren schützen. Vergessen wir aber nicht, dass wir im letzten in der Hand des Herrn bleiben. Von Ihm hängen wir ab, zu ihm sollen wir uns wenden! Wenn er die Menschen jetzt aufrüttelt, so hat das einen tiefen Sinn. Angst und Panik sind aber keine christliche Antwort. Die Vorsehung des guten Gottes, der uns seinen Sohn als Unterpfand seiner Vaterliebe gesandt hat, führt uns jetzt zu innerer Umkehr: Weg von Selbstgewissheit und Hochmut hin zu Gottvertrauen und Gehorsam seinem Willen gegenüber. Die Botschaft dieser Zeit ist die Botschaft des Evangeliums: „Ja, selig, die das Wort Gottes hören und es befolgen!“ (Lukas 11, 28).

Amen.

Jubiläumsfeier verlegt

Liebe Gläubige und Freunde des Institutes,

vor einer Woche haben wir eine Einladung zu einer besonderen Feier anlässlich der 25-jährigen Jubiläumsfeier des Institutes Christus König und Hohepriester in Deutschland hier veröffentlicht und in den Bayerischen Apostolaten angekündigt. 

In diesen schwierigen Zeiten, war es für uns ein großer Trost zu sehen, dass so viele von Ihnen schon auf diese Einladung positiv geantwortet und sich für die Messe und Empfang angemeldet haben.

Wegen des heute ausgerufenen Katastrophenfalls im Bayern, und wegen der unberechenbaren Entwicklung der Pandemie, müssen wir leider diese Feier auf ein zukünftiges Datum verlegen. Dieses wird rechtzeitig angekündigt werden. Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis.

Bleiben wir im Gebet verbunden und vertrauen wir uns an die vereinten Herzen Jesu, Mariä und Josef in dieser traurigen Situation. Möge Gott seiner Kirche und dieser armen Welt zu Hilfe kommen.

Heiliger Josef, Beschützer aller Jungfrauen, bitte für uns!

Am Fest des hl. Josef, den 19. März dieses Jahres, legten zwei Novizinnen der Anbetunsschwestern in der Seminarkapelle bei Gricigliano vor unserem Gründer, Msgr. Wach, ihre zeitlichen Gelübde ab und wurden damit zu Professschwestern. Eine von ihnen war auch Schwester Jacobus Maria, die ihre Noviziatszeit in Kloster Maria Engelport verbracht hat und auch in Zukunft dort bleiben wird.

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Neues Noviziat für die Anbetungsschwestern

Zuwachs bringt Veränderungen mit sich: Der stetige Anstieg bei den Anbetungsschwestern vom Königlichen Herzen Jesu hat den Erzbischof von Neapel, Seine Eminenz Crescenzio Kardinal Sepe, dazu veranlasst, einen ehemaligen Dominikanerkonvent seiner Diözese der jungen Gemeinschaft zur Verfügung zu stellen.

Zu Beginn der Fastenzeit ist schließlich auch das Novitiatshaus von Gricigliano nach Neapel verlegt worden und die ersten Postulantinnen, Novizinnen sowie Professschwestern konnten einziehen.

Am 2. Fastensonntag feierte Monsignore Wach dann auch zum ersten Mal ein feierliches Hochamt.

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Einkleidung neuer Novizinnen unter dem Schutzmantel der Gottesmutter

Das Jahr 2019 hat auch für die Anbetungsschwestern vom Königlichen Herzen Jesu mit neuen Gnaden begonnen:

Am 2. Februar, dem Fest Mariä Lichtmess, erhielten sechs Postulantinnen ihr Ordenskleid und wurden damit zu Novizinnen. Dies geschah, wie schon im Jahr zuvor, in einer feierlichen Zeremonie in der Kirche SS. Michele e Gaetano in Florenz; die zeitlichen Gelübde wurden dabei von Seiner Exzellenz Erzbischof Bacqué entgegengenommen, der danach ein feierliches Hochamt zelebrierte.

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Weihespendung am Patronatsfest

Am 29. Januar, dem Fest des hl. Franz von Sales (eines Sekundarpatrons des Institutes Christus König und Hohepriester), erhielten fünf Seminaristen aus der Hand Seiner Eminenz Raymond Leo Kardinal Burke verschiedene geistliche Weihestufen.

Neben der Erteilung von niederen Weihen erfolgte ebenfalls die Spendung der Tonsur und die der Diakonweihe.

Im Rahmen ihrer Weihe legten die zwei Diakone außerdem vor unserem Gründer, Msgr. Dr. Gilles Wach, ein feierliches Glaubensbekenntnis ab und wurden mit einem Dokument offiziell in das Institut eingegliedert. Am 4. Juli dieses Jahres sollen sie dann auch ihre Priesterweihe erhalten.

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Priesterweihe durch S. Em. R. Kardinal Burke in den USA

Am Priesterdonnerstag im August wurde vier unserer amerikanischen Diakone die Gnade der hl. Weihe zuteil, wiederum durch die Hand S. Em. Raymond Kardinal Burke. Die heilige Handlung fand im ‚Saint Francis de Sales Oratory‘ statt, unserer Kirche in Saint Louis, Missouri.

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„Gebt mir heilige Priester und ich gebe euch ein heiliges Volk.“

„Gebt mir heilige Priester und ich gebe euch ein heiliges Volk. Gott im Himmel und ich auf Erden wünschen nichts inniger, als Gebet und Opfer für die Priester!“ (Papst Pius XII.)

Am Priesterdonnerstag des Monats Juli wurde den ersten vier der diesjährigen Weihekandidaten die Gnade zuteil, die hl. Priesterweihe von S. Em. Raymond Kardinal Burke gespendet zu bekommen.

Zu Beginn des Ritus der Priesterweihe findet eine Befragung statt, ob die zu weihenden Diakone würdig seien, die Bürde des priesterlichen Amtes zu übernehmen. Diese endet mit einer Ermahnung des Bischofs: „Da ihr, geliebteste Söhne, zum Amte des Priestertums geweiht werden sollt, so bestrebt euch, es würdig zu empfangen und das Empfangene rühmlich zu verwalten. Der Priester muss nämlich opfern, weihen, vorstehen, predigen und taufen. Mit großer Furcht muss man jedoch zu dieser hohen Stufe aufsteigen und wir müssen achthaben, dass himmlische Weisheit, bewährte Sitten und anhaltende Übung der Gerechtigkeit die hierzu Erwählten empfehlen…“

Den Priesterweihen gingen in der gleichen Woche die niederen und ersten höheren Weihen voran. 19 Kandidaten nahmen das geistliche Gewand und wurden am folgenden Tag tonsuriert. Neben den zahlreichen niederen Weihen wurden 15 Seminaristen zu Subdiakonen geweiht, 5 zu Diakonen.

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Fasteneinkehrtag in Altötting am 10. März

Der diesjährige Fasteneinkehrtag fand im Schatten der Gnadenmutter von Altötting statt. Er begann in der Stiftskirche mit einem Vortrag, dessen Thema dann in der Predigt fortgeführt wurde: „Das Reden mit Gott und vom Nächsten“.
Es schloss sich ein Choralamt in der Gnadenkapelle an. Die heilige Liturgie an solch einem gesegneten Ort feiern zu dürfen, ist immer eine besondere Gnade. Die Fürbitte der Gottesmutter macht unsere Bemühungen ja gleich um so vieles wertvoller und fruchtbarer.
Ein gemeinsames Mittagessen gab Gelegenheit zum Austausch.
Abschluss dieser geistlichen Besinnung war eine Aussetzung des Allerheiligsten Altarsakramentes, wiederum in der Stiftskirche, mit gemeinsamen Rosenkranz und schließlich dem Sakramentalen Segen.

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Heilige Priesterweihe in Gricigliano

Am 31. Januar wurde in unserer Seminarkapelle in Gricigliano der kanadische Diakon, unser neuer Kanonikus Joseph Heppelle, zum Priester geweiht. Er empfing das heilige Sakrament der Weihe aus der Hand von S. Em. Raymond Kardinal Burke.                                                                                       

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